Daumen drücken - Die Daumenkino-Challenge

Wir drücken dieser Tage für so vieles die Daumen. Für eine schnelle Beendigung der Pandemie. Für das Vermeiden katastrophaler Verluste und Pleiten. Und für eine rasche Normalisierung des Kulturlebens. Da wir dem Kino besonders Nahe stehen, drücken wir vor allem den vielen Kinos die Daumen. Dass sie bald wieder eröffnen und dass wir mehr gute Filme sehen als jemals zuvor. 

Bis wir aber wieder gemeinsam ins Kino gehen können, werden noch ein paar Tage vergehen. Also was tun? Unsere Lockdown-Formel lautete: Kino + Daumen drücken = Daumenkino. Bei der LICHTER Daumenkino-Challenge suchten wir die ausgefallensten Abblätter-Arbeiten der Welt. 

Die besten Daumenkinos wurden von Juror Achim Frenz, Direktor des Caricatura-Museums und Mitherausgeber des Satire-Magazins Titanic, begutachtet. Am meisten überzeugte ihn "Education in Resistance" von Carolina Alarcón. Die Gewinnerin der Challenge darf sich über einen Festivalpass für das 14. LICHTER Filmfest Frankfurt International sowie einmal freien Eintritt in das Caricatura-Museum in Frankfurt freuen.

Frenz Laudatio: 

Den ersten Platz der LICHTER Daumenkino-Challenge gewinnt die Arbeit "Education is Resistance" von Carolina Alarcón mit einer eindeutigen bildungspolitischen Aussage von Paulo Freire.

Freire war ein in Theorie und Praxis einflussreicher brasilianischer Pädagoge und weltweit rezipierter Autor. Er entwickelte ein Alphabetisierungsprogramm, dass nicht nur eine Technik des raschen und gezielten Erwerbs von lesen und schreiben, sondern darüber hinaus eine Methode erfand, die einen Schritt zur Demokratiedemokratisierung der Dritten Welt beitrug.

Ein kleines Mädchen hält sich schützend ein Buch auf den Kopf und wird hinauf in neue Sphären gezogen. Eine Abfolge von einfachen Zeichnungen illustriert diesen Vorgang und nutzt kennerhaft die zwangsläufigen Abläufe, die das Medium Daumen-Kino vorgibt. Bildung ist Widerstand!

Die Daumenkino-Finalist*innen:


Achim Frenz - Juror der Daumenkino-Challenge

Seit 2008 ist Achim Frenz Leiter des damals neu gegründeten caricatura museum frankfurt – Museum für Komische Kunst. Er ist zudem Mitherausgeber des Satiremagazins „Titanic“. Achim Frenz kuratierte zahlreiche Ausstellungen und gab mehrere Bücher heraus.

Mit dem lang verkannten Medium Satire hatte sich Achim Frenz schon als Redakteur beim Metropolenmagazin Pflasterstrand zwischen 1983 und 1989 auch kritisch auseinandergesetzt. Gesellschaftskritik ist für ihn der Grund-Sound der Komischen Kunst.

pfeil_simpelpfeil_simpel_obentoggle_2ein_ausfahrenfacebookflickrinstagramkalenderlichter_logolupelupe_plusmarkernewsletterpfeil_linkspfeiltoggle_1playshareticket_plusticketstwitterElement 1