#ClimateConnect, ein globales Gespräch über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben der Menschen

Der Klimawandel ist die dringendste und folgenschwerste Krise unserer Zeit. Weltweit leiden die Länder bereits unter den Folgen des Klimawandels. Auch wenn der Klimawandel jeden und überall betrifft, sind seine Auswirkungen auf gefährdete und arme Gemeinschaften noch verheerender. Die Klimakrise ist auch eine humanitäre Krise. 

Jedes Jahr werden Millionen von Menschen aufgrund von immer häufigeren Katastrophen wie Überschwemmungen, Wirbelstürmen, Dürren und Waldbränden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Allein im Jahr 2020 wurden 30,7 Millionen Menschen aufgrund von Katastrophen vertrieben - das sind mehr als 75 % der Menschen, die in diesem Jahr schätzungsweise intern vertrieben wurden. 

Bis 2050 könnte die Zahl derjenigen Menschen, die jedes Jahr humanitäre Hilfe benötigen, auf über 200 Millionen ansteigen.

Im Jahr 2021 stellt die EU 150 Million EUR bereit, um von Naturkatastrophen betroffenen Gemeinschaften bei der Deckung ihres dringenden Bedarfs zu helfen, z. B. in den Bereichen Nahrungsmittelhilfe, Gesundheit, Wasser, Abwasserentsorgung, Unterkünfte und Instandsetzung der Basisinfrastruktur. Darüber hinaus stellt die EU jedes Jahr durchschnittlich 50 Mio. EUR ihrer jährlichen humanitären Mittel für gezielte Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge zur Verfügung. Der Klimawandel verschärft bestehende humanitäre Krisen und beeinträchtigt die Wirksamkeit der humanitären Hilfsmaßnahmen.

© Katja Renner/ European Union, 2022
© Katja Renner/ European Union, 2022

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass auch Länder in Europa nicht vor dem Klimawandel gefeit sind. Von tödlichen Regenfällen und Überschwemmungen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien bis hin zu Waldbränden in Griechenland und Spanien - klimabedingte Katastrophen werden immer häufiger und zerstörerischer, überall auf der Welt. Mit der Kampagne #ClimateConnect möchte die EU junge Europäer in einen globalen Dialog über die Folgen des Klimawandels für das Leben der Menschen einbinden.

Um zu beleuchten, wie sich der Klimawandel auf das Leben junger Menschen aus gefährdeten Gemeinschaften auswirkt, stellt #ClimateConnect die Geschichten von Karen aus der Dominikanischen Republik sowie von Britta und Jaqueline aus Simbabwe vor. In beiden Ländern stellt die EU derzeit direkte Hilfe zur Verfügung, um Katastrophenvorsorge- und Bildungsprogramme zu unterstützen, die darauf abzielen, die Reaktion der lokalen Gemeinschaften auf extreme Wetterereignisse zu verbessern.

Die Dominikanische Republik steht - wie viele andere kleine Inselstaaten auf der ganzen Welt - immer wieder vor Herausforderungen im Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen. Vom Anstieg des Meeresspiegels bis hin zu immer heftigeren Wirbelstürmen - die durch den Klimawandel verursachten Widrigkeiten bedrohen das Überleben ganzer Gemeinden. Diese Herausforderungen kommen zu den bereits bestehenden Problemen hinzu, mit denen die lokalen Gemeinschaften konfrontiert sind. Dazu gehört auch die große Zahl haitianischer und venezolanischer Migranten, die vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern geflohen sind und nun Gefahr laufen, aufgrund ihres rechtlichen und wirtschaftlichen Status weiter von Katastropheneinsätzen ausgeschlossen zu werden.

Dank der EU-Mittel für humanitäre Hilfe können lokale NRO spezifische Projekte durchführen, die darauf abzielen, die Widerstandsfähigkeit lokaler Gemeinschaften gegenüber extremen Wetterereignissen und plötzlichen Notfällen zu stärken. Zurzeit nehmen mehr als 5 000 Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren an Schulungen zur Risikominderung und Katastrophenvorsorge teil. Dabei lernen die jüngeren Generationen von Dominikanern, wie man mit einer Vielzahl von Fähigkeiten umgeht, von Sensibilisierungstechniken über Evakuierungs-, Reaktions- und Notfallübungen bis hin zu Erste-Hilfe-Kursen. Die Ausbildung der jüngeren Generationen ist von entscheidender Bedeutung, um Wissen in die Haushalte zu bringen und die Widerstandsfähigkeit ganzer Gemeinschaften zu stärken.

© Katja Renner/ European Union, 2022
© Katja Renner / European Union, 2022

In Zimbabwe führen steigende Temperaturen und Unwetter in vielen Regionen des Landes zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Wüstenbildung und Dürre, was zu Problemen wie Binnenvertreibung, Ernährungsunsicherheit, Wasserknappheit, erhöhtem Epidemierisiko und sozialen Konflikten führt. Dies ist auch in der Region Manicaland der Fall, die 2018 vom Zyklon Idai heimgesucht wurde, auf den 2019 eine schwere Dürre folgte. Hier finanziert die Europäische Union Projekte, die Klimavertriebenen und Flüchtlingen eine Grundbildung bieten, damit sie sich auf künftige Naturgefahren vorbereiten können.

#ClimateConnect erzählt die Geschichten von Karen aus der Dominikanischen Republik und von Britta und Jaqueline aus Simbabwe. In beiden Ländern unterstützt die EU derzeit Katastrophenvorsorge- und Bildungsprogramme, um die Menschen vor Ort besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten.

Hier erfährst du mehr über die #ClimateConnect-Kampagne.