10.05. ‐ 15.05.2022

Sommerkino im Altwerk Rüsselsheim

Das Sommerkino im Altwerk ist zurück!

Vom 05. bis 28. August zeigt das Sommerkino im geschichtsträchtigen Altwerk Rüsselsheims zum dritten Mal in Folge Publikumslieblinge des aktuellen Kinojahres.

Der oscarprämierte Film DER RAUSCH steht ebenso auf dem Programm wie die Abenteuerkomödie CATWEAZLE mit dem wohl bekanntesten deutschen Komiker Otto Waalkes. Als besonderen Schlusspunkt zeigen wir Giuseppe Verdis Oper LA TRAVIATA in der Bühneninszenierung der Salzburger Festspiele und feiern damit ein Rüsselsheimer Jubiläum: Denn vor genau 50 Jahren wurde zur Eröffnung des Rüsselsheimer Theaters LA TRAVIATA aufgeführt.

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Das Filmprogramm

Der Rausch

Donnerstag, 05. August

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Vier Lehrer in der Midlife-Crisis beschließen künftig mehr zu trinken, um ihren Alltag glamouröser und ihren Unterricht etwas mitreißender zu gestalten. Sie wagen ein Experiment, wonach sie durchgehend stets einen Pegel von 0,5 Promille im Blut haben müssen. Was also wird passieren? Euphorie, Leidenschaft, Kreativität, gesteigerte Leistungsfähigkeit, Leichtsinn, Selbstbetrug, Verbitterung, Wut, sehr späte Einsichten – soweit alles, wie man’s halt kennt. Doch wie hier ebendiese Trinkstimmung entsteht, wie sie sich steigert, eskaliert, ist so voller Witz, Wahnsinn, Energie und Ausgelassenheit, dass es zunächst die reinste Freude ist. Dazu kommt Mads Mikkelsen, der hier nun wirklich ganz dicht an der Rolle seines Lebens kratzt (ADAMS ÄPFEL bleibt für immer unvergessen).

DER RAUSCH feiert das Leben mit einer ungewöhnlichen, ekstatischen und ansteckenden Konsequenz. Kater inklusive, klar. Und ja, unsere Bar bleibt während der Filmvorstellung natürlich durchgehend geöffnet. Auf Thomas Vinterberg!

TRAILER

Der Rausch (Another Round); Regie: Thomas Vinterberg; Dänemark 2020; 117 Minuten; FSK 12; deutsche Synchronfassung

Ich bin dein Mensch

Donnerstag, 12. August

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Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen…

ICH BIN DEIN MENSCH erzählt von einer Begegnung, die uns in der nahen Zukunft vielleicht erwartet. Es ist eine melancholische Komödie um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht.

TRAILER

Ich bin dein Mensch; Regie: Maria Schrader; Deutschland 2021; 104 Min.; FSK: ab 12; OV

Der Spion

Donnerstag, 19. August

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Während des Kalten Kriegs: Oleg Penkowski (Merab Ninidze) ist ehemaliger Geheimdienstoffizier der Sowjetunion und hat noch immer Kontakte in den Kreml, weshalb er nun die westlichen Geheimdienste mit Informationen versorgt. Angesichts der zunehmenden Eskalation des Konflikts mit den USA und der impulsiven Natur von KPdSU-Parteichef Nikita Khrushchev (Vladimir Chuprikov) fürchtet Penkowski einen drohenden Krieg und beschließt zu handeln. Er kontaktiert im Geheimen die amerikanische Botschaft in Moskau. CIA-Agentin Emily Donovan (Rachel Brosnahan) holt schließlich auch den britischen MI6 an Bord, denn sie hat einen Plan: Der unauffällige und harmlose Vertreter Greville Wynne (Benedict Cumberbatch) soll nichtsahnend mit Penkowski Kontakt aufnehmen. Nach und nach freunden sich die beiden Männer bei gegenseitigen Besuchen in Moskau und London an, doch die westlichen Geheimagenten spannen Wynne auch immer mehr in ihre Ränkespiele ein...

TRAILER

Der Spion (The Courier); Regie: Dominic Cooke; Großbritannien/USA 2021; 111 Min., FSK: ab 12; deutsche Synchronfassung

Der Hochzeitsschneider von Athen

Donnerstag, 26. August

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Nikos ist ein Schneider alter Schule, stets stilvoll und nach strenger Etikette gekleidet. Tag für Tag sorgt er dafür, dass seine Schneiderei in der Athener Innenstadt staubkörnchenfrei bleibt. Doch es gibt kaum noch Kunden, die Wert auf eine persönliche Bekanntschaft mit ihrem Schneider legen. Schließlich droht der Bankrott und Nikos muss sich etwas einfallen lassen, wie er mit seinem Handwerk überleben kann. Mit viel Phantasie baut er sich einen fahrbaren Stand, sichert sich einen guten Platz auf dem Markt und beginnt in der Not sogar, Brautkleider zu nähen – ein sehr einträgliches Geschäft!

Denn wie sich herausstellt, ist das griechische Hinterland übersäht mit heiratswilligen Bräuten. Und so schneidert sich Nikos durch das farbenfrohe Reich der prunkvollsten Damenmode. Schon bald ist seine sonst so penibel aufgeräumte Schneiderei vor Tüll, Pailletten, Spitze und Satin nicht wiederzuerkennen. Die hübsche, aber verheiratete Nachbarin Olga berät ihn mit wachsender Leidenschaft bei der Hochzeitsmode. Nikos und Olga sind geborene Kleidermacher, die für ihr Handwerk leben. Nikos verliebt sich und der verwaiste Salon des introvertierten Herrenschneiders mit all den feinen Stoffen wird zum traumhaften Refugium für zwei, die auch ihre eigene Welt ein wenig schöner machen wollen.

TRAILER

Der Hochzeitsschneider von Athen; Regie: Sonia Liza Kentermann; Deutschland, Belgien, Griechenland 2020; 100 Min., deutsche Synchronfassung

Nomadland

Freitag, 06. August

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„Dedicated to the ones who had to depart.“

Ja, es ist dieser eine Film. Der, den man dieses Jahr nicht verpassen darf. Und vor allem ist es eben auch der, den man zwingend auf großer Leinwand und unterm Sternenhimmel erlebt haben muss! Warum? Weil Frances McDormand noch anbetungswürdiger agiert als sonst (was ja im Grunde gar nicht mehr möglich schien!). Weil der Film einfach ruhig beobachtet, behutsam begleitet und so einen Eindruck vom Leben der Arbeitsnomaden gewährt – von den Widersprüchen Amerikas, der Definition von Freiheit, von all den Fragen und Sehnsüchten unserer Zeit. Weil Regisseurin Chloé Zhao natürlich viel zu klug und talentiert ist, als dieses Thema für eine plumpe Kapitalismuskritik oder Sozialromanze zu opfern. Weil „Nomadland“ Respekt, Würde und Mitmenschlichkeit nicht bloß behauptet, sondern in jeder Einstellung vorlebt, an uns weitergibt. Weil dieser Film auf eine natürliche Weise Hoffnung gibt und auch Trost spendet, ohne dass man das Gefühl hatte, dies überhaupt in der Form zu brauchen. Weil er die Verteidigung der Würde so unaufgeregt und doch so intensiv inszeniert. Weil die Musik schöner nicht sein könnte. Weil er zum sofortigen Kauf eines Vans inspiriert!

Wie viel Humanismus und wie viel Zartheit kann man in und aus Amerika heraus überhaupt noch entwickeln? Offensichtlich mehr als man glauben mochte – und mehr als man manchmal erträgt. In seinen größten Momenten ist das Kino immer auch übergeordneter Empathie-Träger. Sei es für fremde Kulturen, andere Rhythmen, vergangene Zeiten, Landschaften, Orte, für Menschen und ihre Motive. Chloé Zhao hat das Kino mit NOMADLAND zu seinem Kern zurückgeführt: „See you down the road.“

TRAILER

Nomadland; Regie: Chloé Zhao; USA 2020, 108 Minuten; FSK 0; deutsche Synchronfassung

Rosas Hochzeit

Freitag, 13. August

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Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt Rosa, dass es Zeit für einen radikalen Wandel in ihrem Leben ist. Immer hat sie für die anderen gelebt, in ihrem Job als Kostümbildnerin bis zum Umfallen gearbeitet, den Vater zum Arzt begleitet, sich um die Kinder ihres Bruders gekümmert. Knall auf Fall verlässt sie Valencia, um sich im alten Schneiderladen ihrer Mutter im kleinen Küstenort Benicassim den Traum vom eigenen Geschäft zu erfüllen. Aber es ist nicht so leicht, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Der Job, ihr Vater, die Geschwister, ihr Freund und ihre Tochter, alle mit ihren eigenen Plänen und Problemen: Das Handy hört gar nicht mehr auf zu klingeln. Rosa beschließt, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein.

TRAILER

Rosas Hochzeit (La Boda de Rosa); Regie: Iciar Bollaíns; Spanien 2020; 100 Min., deutsche Synchronfassung

Eine Frau mit berauschenden Talenten

Freitag, 20. August

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Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewusst, unabhängig und vor allem schlagfertig. Nur bei ihren Finanzen ist Luft nach oben. Als Dolmetscherin im Drogendezernat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene und ist dafür massiv unterbezahlt. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquartieren, gerät Patience unter Handlungsdruck. Der Zufall will es, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnahmung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig. Patience macht sich sofort fröhlich ans Werk und zeigt sich von ihrer besten Seite: als begnadete Verkäuferin mischt sie den Pariser Drogenmarkt maximal auf.

Fintenreich, französisch, fabelhaft: die großartige Isabelle Huppert beweist ihr riesiges Komödientalent und flunkert sich mit großer Schlagfertigkeit durch die Königsdisziplinen unter den Männerdomänen. Regisseur Jean-Paul Salomé gelingt mit EINE FRAU MIT BERAUSCHENDEN TALENTEN eine herrlich scharfsinnige und beschwingte Verwechslungskomödie auf höchstem Humor-Niveau.

TRAILER

Eine Frau mit berauschenden Talenten (La Daronne); Regie: Jean-Paul Salomé; Frankreich 2020; 104 Min.; FSK: ab 12; deutsche Synchronfassung

Kings of Hollywood

Freitag, 27. August

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Los Angeles, 1974: Max Barber (Robert DeNiro) ist Hollywood-Produzent mit Leib und Seele. Für seine geliebten Low-Budget-Filme würde der gewiefte Geschäftsführer der Miracle Motion Pictures alles tun. Doch leider lässt der große Erfolg auf sich warten. Als sein letzter Film, den er gemeinsam mit seinem Neffen Walter (Zach Braff) produziert hat, von der katholischen Kirche boykottiert wird, hat er ein Problem: Sein Mafia-Finanzier Reggie Fontaine (Morgan Freeman) will das geliehene Geld zurück und stellt Max ein Ultimatum. Durch einen irrwitzigen Zufall kommt Max die zündende Idee: Beim Dreh seines nächsten Filmes will er den Hauptdarsteller um die Ecke bringen und mit der ausbezahlten Versicherungssumme seine Schulden begleichen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sein Star, der abgehalfterte ehemalige Western-Darsteller Duke Montana (Tommy Lee Jones), einfach nicht totzukriegen ist. Max bringt Duke in immer gewagtere Situationen, doch dieser überlebt einen Stunt nach dem anderen. Und dabei nehmen die Dreharbeiten plötzlich eine Wendung, mit der keiner gerechnet hat...

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Kings of Hollywood; (The Comeback Trail); Regie: George Gallo; USA 2020; 104 Min., deutsche Synchronfassung

Catweazle

Samstag, 07. August

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Der 12-jährige Benny (Julius Weckauf) entdeckt in seinem Keller den kauzigen Magier Catweazle, (Otto Waalkes) der sich versehentlich aus dem 11. Jahrhundert in die Jetztzeit katapultiert hat. Gemeinsam stürzen sich die beiden in ein Abenteuer, um Catweazles Zauberstab zurück zu erobern, bevor ihn die raffgierige Kunstexpertin Dr. Metzler (Katja Riemann) gewinnbringend versteigern kann. Denn nur mit diesem Stab kann Catweazle wieder in seine Zeit zurückkehren…

TRAILER

Catweazle; Regie: Sven Unterwaldt; Deutschland 2020, 96 Minuten; FSK 0; OV

Tenet

Samstag, 14. August

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Ein CIA-Agent (John David Washington) wird nach einem Einsatz bei einem Terroranschlag auf die Kiewer Oper enttarnt und überwältigt. Selbst unter Folter weigert er sich jedoch, seine Kollegen zu verraten und nimmt sich selbst das Leben – oder glaubt das zumindest. In Wahrheit hat er so einen ultimativen Test bestanden und dadurch Zugang zu einer supergeheimen Organisation gewonnen, die versucht den Dritten Weltkrieg zu verhindern. Die Mitarbeiter stoßen immer wieder auf Gegenstände aus der Zukunft, die sich rückwärts in der Zeit bewegen – die sogenannte Inversion. Offenbar handelt es sich dabei um eine Kriegserklärung aus der Zukunft, deren Mittelsmann der russische Waffenhändler Andrei Sator (Kenneth Branagh) ist. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Neil (Robert Pattinson) versucht der Protagonist, Zugang zu Sator zu erhalten und den Krieg der Zeiten zu verhindern. Eine Möglichkeit scheint Sators Ehefrau Kat (Elizabeth Debicki) zu sein...

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Tenet; Regie: Christopher Nolan; Großbritannien/USA 2020; 150 Min., FSK: ab 12; deutsche Synchronfassung

Bohemian Rhapsody

Samstag, 21. August

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"Galileo, Galileo, Galileo, Galileo, Galileo, figaro, magnifico!"

Rami Malek also. Nach langem Suchen und Zaudern wurde mit ihm ein Schauspieler gefunden, der Freddie Mercury – den Menschen, den Sänger, diesen so einzigartigen exzentrischen Star – darstellen sollte. Mit jeder Minute des Films gewinnt Malek stärker an Präsenz und Ausdruck, um am Ende förmlich mit Freddie Mercury zu verschmelzen. Ihm gelingt tatsächlich das nicht für möglich gehaltene Kunststück: Er versucht nicht Mercurys Aura zu imitieren, sondern verleiht der Figur etwas eigenes, um ihr damit sogar noch ein Stück näher zu kommen. Eine derartig mutige und leidenschaftliche Ausnahme-Performance sieht man im Kino der Gegenwart nicht allzu häufig. Und solch energiegeladene, grandios fotografierte, Konzertaufnahmen auch nicht. Ein Film wie ein Funke, der überspringt!

TRAILER

Bohemian Rhapsody; Regie: Bryan Singer; UK/USA 2018, 134 Min., FSK: ab 6 Jahren, deutsche Synchronfassung

Salzburg im Kino: Verdi - La Traviata

Samstag, 28. August

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Eine Oper in einer Traumbesetzung: Giuseppe Verdis „La Traviata“ in der Inszenierung von Willy Decker war das Highlight der Salzburger Festspiele 2005 und ist bis heute eine der beliebtesten Inszenierungen der Operngeschichte. Glücklich waren alle, die überhaupt eine Karte ergattern konnten. Der Grund? Eine einzige Frau: Anna Netrebko. An der Seite von Star-Tenor Rolando Villazón feierte sie ihr ekstatisches Debüt bei den Festspielen.

Dank der sensiblen Filmregie von Brian Large kann das Publikum auch im Kino tief hinein in die Seele Netrebkos als Pariser Kurtisane Violetta Valery blicken. Anna Netrebko dazu: „Ich freue mich besonders, dass unsere wunderbare „Traviata“ von den Salzburger Festspielen 2005 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele die Kinoreihe eröffnet und damit zum ersten Mal überhaupt auf der großen Leinwand zu erleben sein wird!“

TRAILER

Salzburg im Kino 20/21: Verdi - La Traviata; Regie: Willy Decker; Österreich 2005; 140 Min., OmdU