8 Fragen an...

Die Filmemacher*innen des 13. LICHTER Filmfests geben Antworten.

© Nachtschwärmerfilm

Michael Schwarz

Regisseur von DIE KANDIDATEN

1. Wohnort: Mainz

2. Was hat Sie dazu bewogen, einen Film über Lokalpolitiker*innen fernab der medialen Berichterstattung zu drehen? 

Mich hat die Frage beschäftigt, weshalb sich junge Menschen heute für einen der unbeliebtesten Berufe (auf Platz 2 nach Versicherungsvertreter) entscheiden und wie Wahlkampf an der Basis, weitab von Berlin und medialer Aufmerksamkeit, konkret aussieht.

WEITERLESEN

Adrian Oeser

Regisseur von "Von Neo-Nazis und Superhelden"

1. Wohnort: Frankfurt am Main

2. Was hat dich dazu bewogen, einen Film über die Rechtsrock-Kozerte in Themar zu drehen?  Ich war auf der Suche nach einem Thema für meinen Diplomfilm, als ich mitbekam, dass in Themar erneut ein Rechtsrockkonzert stattfinden sollte. Die Bilder vom großen Konzert im Sommer 2017, bei dem ein Haufen Neonazis ungestört den Hitlergruß zeigen konnte, war mir noch im gut im Gedächtnis. Für mich waren zwei Fragen interessant: Warum können die Konzerte in Themar stattfinden und wie hat sich der Ort mit den Konzerten verändert? Bei meinem ersten Besuch in Themar lernte ich den engagierten und kreativen Protest gegen die Neonazis kennen. Im Film wollte ich auch Bilder von Thüringen zeigen, die sonst etwas untergehen: dass es dort auch in kleinen Orten mutige Menschen gibt, die trotz der realen Gefahren, mit denen das verbunden ist, Gesicht zeigen und den rechten Umtrieben etwas entgegen setzen. Und wann hat man schonmal einen leibhaftigen Superhelden als Protagonisten?

WEITERLESEN

Oliver Schwehm

Regisseur von Fly Rocket Fly

1. Wohnort: Straßburg  

2. Was hat dich dazu bewogen, einen Film über die wahre Geschichte der OTRAG zu drehen? Ich bin über die Namenssuche für unsere Tochter - die Ariane heißt - durch Zufall auf diese Geschichte gestoßen (OTRAG war ja ein Konkurrenzprojekt zur Ariane). Die spärlichen Informationen über eine deutsche Raketenstadt  im kongolesischen Dschungel, haben mich sofort angetriggert und mich zum Recherchieren angetrieben. Als ich dann die tollen Archivaufnahmen gesehen hatte war klar: Da muss ein Film daraus gemacht werden.

WEITERLESEN

Lilo Mangelsdorff

Regisseurin von Monowi Nebraska 

1. Wohnort: Frankfurt am Main

2. Was hat dich dazu bewogen, einen Film über die Abgeschiedenheit und Einsamkeit in Nebraska zu drehen? 
Ich las in der FAZ einen Artikel über den Ort Monowi und seine einzige Bewohnerin Elsie Eiler. Das hat mich sehr angesprochen und ich habe den Artikel aufgehoben.  Als ich einige Jahre später eine Freundin in Iowa besuchte, beschloss ich, auch nach Monowi in Nebraska zu fahren - Iowa und Nebraska liegen nebeneinander. Das war der Beginn des Films. Der Ort und seine Bewohnerin haben mich gefangen genommen und ich bin ein weiteres Mal hingefahren und habe den Film gedreht. Monowi wird ja langsam von der Natur zurückerobert, nur der Rasen auf Elsie Eilers Anwesen wird regelmäßig gemäht, sonst weht der Wind durch das hohe Gras und die Häuser zerfallen. Die Stimmung dort war sehr friedlich. Einsamkeit und Abgeschiedenheit sind relative Empfindungen, Nebraska ist insgesamt sehr dünn besiedelt. Die Kneipe, wie sie von Elsie Eiler in Monowi betrieben wird, ist auch ein sozialer Treffpunkt für die von weit her kommenden Gäste, ein Mittel gegen die Einsamkeit.

WEITERLESEN

Melanie Gärtner

Regisseurin von Yves' Versprechen

1. Wohnort: Frankfurt

2. Was hat dich dazu bewogen, einen Film über das persönliche Schicksal von Yves zu drehen?  Ich habe Yves bei den Dreharbeiten zu meinem Vorgängerfilm kennengelernt und seine Geschichte über viele Jahre hinweg verfolgt. Ich wollte nachvollziehen, was in ihm vorging, als er sich nach der Abschiebung nicht nach Hause traute.

WEITERLESEN

pfeil_simpelpfeil_simpel_obentoggle_2ein_ausfahrenfacebookflickrinstagramkalenderlupelupe_plusmarkernewsletterpfeil_linkspfeiltoggle_1playshareticket_plusticketstwitterElement 1