Jury Internationaler Langfilm

Giacomo Abbruzzese

Giacomo Abbruzzeses Kurzfilme verbinden die Lust am visuellen Experiment mit der am Geschichtenerzählen, den Blick für verkrustete politische Strukturen mit einer Sympathie für diejenigen, die sie auf subversive Weise umgehen. Der gebürtige Apulier hat an der Kunstakadmie Le Fresnoy studiert. Seine Filme wurden auf vielen der angesehensten Festivals gezeigt: Clermont-Ferrand, Oberhausen, der Viennale, IndieLisboa oder Premiers Plans d‘Angers. Sein Langfilmdebütprojekt Disco Boy wurde für die Schreibwerkstatt der Cinéfondation in Cannes ausgewählt. Vor zwei Jahren war er mit seinem Kurzfilm Stella Maris zum ersten Mal beim LICHTER Filmfest zu Gast, dieses Jahr ist Fame in der Internationalen Kurzfilmrolle II zu sehen.

Uri Aviv

Uri Aviv ist Gründer und Direktor der gemeinnützigen Organisation Utopia, die ein  gleichnamiges Festival in Tel-Aviv organisiert. Unter den Schlagwörtern, 'Science, Imagination and Future Visions' subsumiert Utopia  fantastische Filme, akademische  Konferenzen, öffentliche Vorträge, kreative Workshops, Kunstausstellungen und vieles mehr. Aviv ist auch Kurator des digitalen Programms der Copro, Documentary & Animation Marketing Foundation in Israel. Er ist Filmkoordinator im israelischen Kulturministerium und kreativer Berater B3, der Frankfurter Biennale des bewegten Bildes, mit Schwerpunkt auf Digital-, Tech-, Design- und Medieninnovation. Avivs Hauptinteressen sind die fantastischen Genres, Science-Fiction-Film und spekulativem Denken, Wissenschaftskommunikation und deren Schnittmengen, eben Allem, was  zwischen Wissenschaft, Technologie, Kunst und Gesellschaft wirkt.

Simon Stadler

Nachdem Simon Stadler 2017 mit Ghostland – The View of the Ju/’Hoansi beim 11. LICHTER Filmfest Frankfurt International den Publikumspreis gewann, freut es uns, ihn dieses Jahr als Juror begrüßen zu dürfen. Simon Stadler studierte an der Frankfurter Goethe Universität Historische Ethnologie, der Einfluss dieses Studiums ist auch in seinen Filmen zu spüren. Zunächst arbeitete er bei Fernsehproduktionen von Sat 1 und ZDF mit, sowie an bolivianischen Produktionen. 1997 gründete er mit Ivo Fuchs in Frankfurt die Produktionsfirma Cameleon Film GbR. Als Kameramann und Regisseur hat Stadler seitdem zahlreiche Filme gemacht, vor allem Dokumentationen, unter anderem für das ZDF, 3Sat und für die große Leinwand.

Jury Regionaler Langfilm

Uwe Carstensen

Uwe B. Carstensen leitet seit 1990 den S. Fischer Theater und Medien Verlag, wo er auch Herausgeber der Reihe Theater Theater ist. Vorher war er als Dramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel in München beschäftigt. Dort arbeitete er unter anderem mit Herbert Achternbusch, Ingmar Bergman, Wally Bockmayer und Werner Schroeter. Carstensen hatte bereits verschiedene Lehraufträge inne, zurzeit lehrt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Carolin Weidner

Noch keine 30 Jahre alt, ist Carolin Weidner eine der profiliertesten Filmkritikerinnen der neuen Generation. Weidner studierte Filmwissenschaft und Publizistik in Berlin. Sie schreibt u.a. für die taz, Spiegel Online und die Cargo. Neben ihrer publizistischen Tätigkeit war sie in den Kritikjurys verschiedener renommierter Festivals wie dem International Film Festival Rotterdam oder den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen. Seit 2017 ist sie Mitglied des Auswahlkomitees des DOK Leipzig und im Vorstand des Verbands der deutschen Filmkritik.

Julia Zange

Julia Zange gibt dem deutschen Kino, was ihm allzu oft fehlt: Intelligenz gepaart mit künstlerischem Talent und Stil, dazu Offenheit und Experimentierfreude. Gleich in zwei der spannendsten Filme der letzten Monate hat sie die Hauptrolle gespielt: Irene von Albertis Der lange Sommer der Theorie und Philip Groenings Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot. Bevor sie das deutsche Kino aufrollte, studierte sie Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und hat zwei vieldiskutierte Romane geschrieben. Außerdem organisiert sie regelmäßig die Veranstaltungsreihe Dead Poets Society im Soho House Berlin. Und einen Hund hat sie. Von Julia Zange werden wir hoffentlich noch viel hören. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Jury Regionaler Kurzfilm

Andreas Heidenreich

Mit zarten elf Jahren startete Andreas Heidenreich seine Film- und Kinokarriere beim Jugendfilmclub Reutlingen – der Beginn einer großen Leidenschaft. Nächste Stationen waren der studentische Filmkreis der TU Darmstadt, das Kommunale Kino Weiterstadt und das dortige Open Air Festival.

Heute ist er Teil zahlreicher Filmfeste im Rhein-Main-Gebiet: der Nippon Connection, des exground filmfests und des goEast Festivals. Seit 2000 ist er beim Filmarchiv des Deutschen Filminstituts in Wiesbaden tätig sowie verantwortlich für die Programmgestaltung der Caligari Filmbühne. Er ist Vorsitzender des Bundesverbandes der kommunalen Filmarbeit und Mitglied im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt und der Kinokommission.

Lilo Mangelsdorff

Lilo Mangelsdorff hat sich in ihrer Arbeit als Regisseurin, Filmautorin und Produzentin hauptsächlich auf Dokumentar- und Experimentalfilme spezialisiert. Ihre Projekte setzt sie innerhalb ihrer 1983 zusammen mit Wolfgang Schlemmert gegründeten Filmproduktionsfirma Cinetix GmbH um. Bei LICHTER ist sie keine Unbekannte mehr: Zwei ihrer Filmproduktionen wurden in den letzten Jahren im Regionalen Wettbewerb gezeigt. 2014 war sie mit Wenn Pferde träumen und 2016 mit Unterwegs in der Musik – Die Komponistin Barbara Heller im Regionalen Wettbewerb vertreten. Mit ersterem Film gewann sie beim Choreographic Captures Wettbewerb sowohl den 1. Preis als auch den Kinopreis. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Peter Rippl

Peter Rippl studierte Bildhauerei und Filmgestaltung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG). Danach folgte ein Stipendium der Drehbuchwerkstatt an der HFF München. Seinen Berufseinstieg fand Rippl mit Stoffentwicklungen und Drehbüchern für die Bavaria, ARD Degeto und SAT 1. Mit Winterspruch – Arbeit für Eisler (1999) wurde er erstmals als Produzent und Autor im Bereich Dokumentation tätig. Für das Gruppenprojekt gab es im gleichen Jahr den Hessischen Filmpreis. Weitere Dokumentationen entstanden: Der einarmige Soldat (mit M. Freund, 2005), Der Glasmaler (mit Eick Hoemann, 2012) und Pawlik wird 100 ebenfalls 2012 mit Anatoli Skatchkov. Um nichts bitten (2011) stellt die scheinbar vergessene Musik der russischen Straflager in den Mittelpunkt einer Reflexion über die russische Gesellschaft. Der Film war für den Russischen Dokumentarfilmpreis in der Kategorie Bester Film – Kino nominiert. Auch A Grawame – das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi (2016) beschäftigt sich wieder mit dem Verhältnis Alltagskultur und Conditio humana. 2001 wurde Peter Rippls Drehbuch Schwestern mit dem Hessischen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Er lebt in Frankfurt am Main.

Jury VR Storytelling

Eckart Köberich

Eckart Köberich ist seit Februar 2017 Head of VR bei ZDF Digital. Von Ende 2014 bis Januar 2017 leitete er das 360° und VR Entwicklungsprojekt für das Zweite Deutsche Fernsehen. In dieser Zeit entstanden über 30 ZDF 360°-Produktionen sowie VR Plattformen für IOS, Android, Google Daydream und die Webplattform vr.zdf.de. Die 2016 geschaffene ZDF Digital VR Unit produziert 360° Filme, interaktive Virtual Reality Anwendungen und beteiligt bzw. fördert aktiv die Erforschung des neuen Mediums VR. So auch mit der diesjährigen VR Konferenz und VR Messe im Rahmen des LICHTER Filmfest International.

Philipp Mehler

Philipp Mehler studierte in Frankfurt Theater- Film und Medienwissenschaft. Neben seiner Tätigkeit als Projektleiter im Filmhaus Frankfurt arbeitet er freiberuflich als Journalist, Medienpädagoge und Filmemacher. Als VR-Enthusiast der ersten Stunde übernahm der langjährige LICHTER-Mitarbeiter bereits im letzten wie auch in diesem Jahr die Leitung der VR-Sektion.

Tomislav Bezmalinović

Tomislav Bezmalinović studierte in Basel Philosophie und Literaturwissenschaft und arbeitet als freier Journalist. Er ist Mitherausgeber des deutschen Online-Magazins VRODO, das die Entwicklung von Virtual und Augmented Reality begleitet.

Vanessa Kincaid

Vanessa Kincaid ist Gründungsmitglied und Chief Brand Officer bei Littlstar, der größten globalen Plattform für immersive Virtual- und Augmented Reality-Inhalte. Die Plattform ermöglicht es Verbrauchern, Inhalte auf allen wichtigen Virtual Reality-Headsets, nativen mobilen iOS und Android Devices, Apple TV und Android TV sowie im Web zu entdecken, anzusehen und auszutauschen. Littlstars Technologie vertreibt immersive Inhalte von globalen Marken wie Disney, Sony, ABCNBC, Fox, Universal, Showtime, A+E Networks, Syfy, Sony, Discovery VR, National Geographic und anderen. Vor dem Bau von Littlstar war Vanessa als Design Director bei DKNY und Partner bei Basta Studio – einem New Yorker Designstudio und Beratungsunternehmen – tätig.

Jury LICHTER Art Award

Stefanie Böttcher

Stefanie Böttcher ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit 2015 leitet sie die Kunsthalle Mainz, wo Sie u.a. eine Einzelausstellung des libanesischen Künstlers Rabih Mroué und die Duo-Schau Daniel Buren & Bettina Pousttchi kuratierte. 2017 war sie Kuratorin des Isländischen Pavillons der Biennale di Venezia 2017. Von 2007 bis 2013 arbeitete sie als künstlerische Leiterin am Künstlerhaus Bremen, wo sie junge internationale Künstler wie Lara Almarcegui, Ahmet Öğüt oder Kateřina Šedá erstmals in Einzelausstellungen in Deutschland zeigte. 2013 erhielt sie das Forschungsreisestipendium für Kuratoren des Goethe-Instituts für Serbien und co-kuratierte die Gruppenausstellung 8 Ways to Overcome Space and Time im Museum of Contemporary Art in Belgrad.

Sergey Harutoonian

Sergey Harutoonian ist seit 2016 als kuratorischer Assistent in der Sammlungsleitung des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main tätig, wo er aktuell die Sammlungspräsentation des MMK und Ausstellungen zu jungen, aufstrebenden Künstlern betreut. Davor war er als freier Kunsthistoriker an diversen Kunst- und Ausstellungsprojekten in Frankfurt am Main beteiligt.

Saul Judd

Saul Judd, freier Kurator in Frankfurt, ist verantwortlich für die Videokunst-Sektion bei LICHTER Filmfest Frankfurt International. Im Rahmen des Festivals konzipierte er Ausstellungen mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Keren Cytter und Mike Bouchet, bis er 2011 den LICHTER Art Award initiierte. Seit 2015 kuratiert er das LICHTER International Shorts Filmprogramm. Weitere Projekte sind BLANK SLATE, eine Publikation über Kunst, Architektur und Design und seit Januar 2016 SCHAUT! - eine Ausstellungsreihe im MAL SEH’N Kino in Frankfurt. Als Gastkurator der Filmreihe Double Feature an der Schirn Kunsthalle präsentierte er 2017 den Künstler John Skoog. 

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