Jury Regionaler Langfilm
Gina Henkel
Gina Henkel, aufgewachsen in Frankfurt am Main, schloss 2005 ihr Schauspielstudium an der HMT Leipzig ab. Sie spielte u.a. in Inszenierungen von Lucia Bihler, Rebekka David, Robert Borgmann und Dieter Dorn, am Maxim Gorki, den Staatstheatern Braunschweig und Stuttgart sowie dem Residenztheater München. Sie arbeitete in freien Projekten u.a. für das Ballhaus Ost, die Sophiensäle und das HAU und war Teil der Performances von Paul McCarthy und Mike Bouchet am Frankfurter Portikus. Seit 2019 arbeitet sie regelmäßig für Film und Fernsehen u.a. in Filmen von Fabian Stumm, Hanna Doose, Oona v. Maydell, Anna Sofie Hartmann, Kolja Malik und Vanessa Jopp. Ihre Zusammenarbeit mit Eva Trobisch (Etwas ganz Besonderes) hatte seine Premiere im Wettbewerb der 76. Berlinale. Gina Henkel lebt in Berlin.
Anna Roller
Anna Roller wurde 1993 in München geboren.
Während ihres Regiestudiums an der Hochschule für Fernsehen und Film
München realisierte sie fünf Kurzfilme. Unter anderem wurden PAN und DIE
LETZTEN KINDER IM PARADIES auf über 60 internationalen Festivals
gezeigt, darunter Palm Springs, Max Ophüls und Camerimage. GÖR erhielt
2021 den Deutschen Kurzfilmpreis „Lola“. 2019 war Anna Roller Teil des
Future Frames Programms beim Karlovy Vary Festival sowie Teil des Talent
Village beim Les Arcs Festival. Während des Lockdowns 2020 entwickelte
und produzierte sie gemeinsam mit kalekone film die IGTV-Serie CURFEW
CALLS. Annas Debütfilm DEAD GIRLS DANCING feierte 2023 seine geteilte
Weltpremiere beim Tribeca Film Festival und dem Filmfest München, der
Kinostart erfolgte über Mubi. Für ihr Spielfilmdebüt wurde sie mit dem
New Faces Award ausgezeichnet.
Torsten Neumann
Nach seinem Studium der Anglistik, Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin arbeitete Neumann als freier Filmjournalist. 1994 gründete er das Internationale Filmfest Oldenburg mit, das von Variety, The Hollywood Reporter und Screen International als „Das europäische Sundance" gefeiert wird. 2001 produzierte er „99euro-films", der 2002 bei der Berlinale Premiere feierte. Seine Zusammenarbeit mit Regisseur RP Kahl brachte „Bedways" (2010) hervor, den Der Spiegel zu den zehn besten Filmen des Jahres weltweit zählte. 2017 erhielt er Nominierungen für Bestes Drehbuch und Besten Film in München und beim Tallinn Black Nights Festival für „A Thought of Ecstasy". Zu seinen jüngsten Projekten zählen „When Susan Sontag sat in the Audience" (2021), „One-Way Ticket to the Other Side" (2024) sowie die Co-Produktion „Hotel Alcohol" von Jan Cvitkovic, geplant für 2026.
Jury Regionaler Kurzfilm
Jasper Wiedhöft
Jasper Wiedhöft wurde 1992 in Lingen geboren. Nach seinem Masterabschluss in Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt arbeitete er bei Hessen Film und Medien. Seit 2020 ist er bei der Leipziger Produktionsfirma Reynard Films als Producer tätig. Dort produzierte er unter anderem den Stop-Motion-Kurzfilm REST IN PIECE, der auf über 90 Festivals weltweit gezeigt wurde. 2024 kehrte Jasper Wiedhöft in seine Wahlheimat Offenbach zurück. Zuletzt produzierte er den Kinospielfilm A SAD AND BEAUTIFUL WORLD von Cyril Aris, der den People‘s Choice Award bei den Giornate degli Autori in Venedig gewann und den Producers Award Internationale Kino KoPro. Neben seiner Arbeit als Produzent, arbeitet er an eigenen Filmprojekten. 2024 präsentierte er die Mockumentary MAGIC MUSIC MAKING auf dem Lichter Filmfest.
Sabrina Amali
Sabrina Amali ist Schauspielerin und Filmemacherin. Sie arbeitet für Kino und Fernsehen und hat in zahlreichen Produktionen unterschiedlicher Genres mitgewirkt von Arthouse-Film bis hin zu Serienformaten.
Für ihre Hauptrolle im Kinofilm Maysoon wurde sie mehrfach als beste Schauspielerin ausgezeichnet.
Neben ihrer Arbeit vor der Kamera realisiert sie eigene filmische Projekte und entwickelt weitere Stoffe.
Als Jurymitglied interessiert sie sich besonders für Filme mit einer eigenen Handschrift und einer klaren inneren Welt.
Behrooz Karamizade
Behrooz Karamizade wurde 1978 im Iran geboren und wanderte 1984 mit seiner Familie über die DDR nach Westdeutschland aus. Von 2007 bis 2013 studierte er Filmregie an der Kunsthochschule Kassel. Seine Kurzfilme wurden mehrfach ausgezeichnet und auf über 200 internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter Rotterdam, Oberhausen und Montreal.
Sein Debütfilm LEERE NETZE gewann über 13 Preise, darunter eine Lola für das beste Drehbuch, den Sonderpreis der Jury in Karlovy Vary sowie den Preis für die beste Produktion beim Münchner Filmfestival.
Gemeinsam mit anderen Filmemachern gründete er die Produktionsfirma Living Pictures Production in Kassel, die internationale Dokumentar- und Spielfilme von hohem künstlerischem Wert produziert.
Jury LICHTER Art Award
Leonie Emeka
Leonie Chima Emeka ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf postkolonialer Theorie und Geschichte. Im Jahr 2025 kuratierte sie Ausstellungen und Performances bei Parfümerie in Frankfurt sowie im Kunsthaus Kaufbeuren.
Derzeit arbeitet sie für die Kunstsammlung der Crespo Foundation, wo sie Mario Kramer bei der Kuratierung der Ausstellung „Die Zeit hat kein Zentrum“ (2024–2026) assistierte. Zudem betrieb sie Provenienzforschung zur Chokwe-Sammlung von Hermann Baumann am Ethnologisches Museum Berlin.
Ihre Texte und Essays erschienen in Zeitschriften und Ausstellungskatalogen, darunter African Arts und Positionen. Texte zur zeitgenössischen Musik.
Sita Scherer
Sita Scherer ist Kulturwissenschaftlerin und Filmemacherin mit den Schwerpunkten Dokumentarfilm, Essayfilm und zeitgenössisches bewegtes Bild und arbeitet in kuratorischen Auswahlprozessen im Filmkontext. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim, Caldas da Rainha (Portugal) und Leipzig sowie Visuelle Kommunikation in der Klasse Film und bewegtes Bild bei Prof. Jan Peters an der Kunsthochschule Kassel, wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Seit 2018 arbeitet sie als selbstständige Filmemacherin. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet, darunter 2015 der Open Frame Award des goEast Festivals für die Videoinstallation Essen vom Boden der Geschichte. Seit 2022 ist sie Mitglied der Auswahlkommission für Dokumentarischer Langfilm des Kasseler Dokumentar- und Videofests, seit 2024 in koordinierender Funktion. Aktuell entwickelt sie den Dokumentarfilm Ruf das Schweigen, bis es antwortet.
Saul Judd
Saul Judd, freier Kurator und Filmprogrammer, ist verantwortlich für die Videokunst-Sektion beim LICHTER Filmfest Frankfurt International. Im Rahmen des Festivals konzipierte er Ausstellungen mit namhaften Künstler:innen wie Keren Cytter und Mike Bouchet, bis er 2011 den LICHTER Art Award initiierte. Seit 2015 kuratiert er das LICHTER International Shorts Filmprogramm. Weitere Projekte sind dont-miss.net, eine multidisziplinäre Ausstellungsreihe, in Frankfurt, 2000-2001; BLANK SLATE, eine Publikation über Kunst, Architektur und Design und seit Januar 2016 SCHAUT! - eine Ausstellungsreihe im MAL SEH’N Kino, Frankfurt. Als Gastkurator der Filmreihe Double Feature an der Schirn Kunsthalle präsentierte er 2017 den Künstler John Skoog und 2024 Florencia Levy. Im Jahr 2022 kuratierte er den 10. und 12. LICHTER Art Award Ausstellungen im Künstlerhaus basis e.V., Frankfurt am Main. Im Jahr 2024 nahm er an der Jury für den internationalen RhineMain Kurzfilm am 24.GoEast Filmfestival teil.