10.05. ‐ 15.05.2022

Alcarràs

Carla Simón

Familie Solé ist entsetzt, als sie einen Räumungsbescheid in ihrem Briefkasten findet. Bis zum Ende des Sommers sollen sie ihr Land verlassen, das seit Generationen ihre Lebensgrundlage liefert. Denn der junge Pinyol will das mündlich vereinbarte Abkommen zwischen den beiden Familien nicht mehr anerkennen. Anstatt billiger Pfirsiche, die nur Centbeträge abwerfen, will er lieber lukrative Solarpanels auf dem Land errichten. Die bevorstehende Ernte könnte also die letzte für die Solés auf dem Hof in der malerischen Landschaft von Alcarràs sein. In der Familie hat jede:r ihre:seine eigene Art, mit Verlust und Veränderung umzugehen. Die einen sehr laut, die anderen ganz still.

In beeindruckenden Bildern erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Carla Simón eine Geschichte von Tradition und Umbruch, Zusammenhalt und Konflikt. Das Drama wurde bei der Berlinale als bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

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Regie Carla Simón
Land Spanien / Italien
Jahr 2022
Spieldauer 120 min
Sprache Katalanisch mit englischen Untertiteln
Produktion Tono Folguera, Sergi Moreno, Giovanni Pompili, Stefan Schmitz, María Zamora
Darsteller Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin, Xènia Roset
Kamera Daniela Cajíras
Drehbuch Carla Simón
Schnitt Ana Pfaff
Musik Andrea Koch


Berlinale 2022 - Gewinner des Goldenen Bären

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Über die Regisseurin

Regisseurin und Drehbuchautorin Carla Simón wurde 1986 in Barcelona geboren und studierte Audiovisuelle Kommunikation in Barcelona und Kalifornien. Wie auch in ihrem ersten Spielfilm Summer 1993 greift sie auch in Alcarràs autobiographische Themen auf und porträtiert dabei die gleichnamige nordspanische Region, aus der ihre eigene Familie stammt. Um die katalanische Sprache und die Region möglichst authentisch zu repräsentieren, hat sie für den Film lokale Arbeiter:innen gecastet.

Die Regisseurin über den Film:

„Mit diesem Film möchte ich meinen Respekt für die Arbeit ausdrücken, für das Land und diejenigen, die es bewirtschaften.“



Internationaler Langfilm