18.04. ‐ 23.04.2023

Bauten, Bürger und ein Bembel

Orientierung auf dem historischen Messegelände, babbelnde Lokalmatadoren und Puppen, die U-Bahn fahren – es ist noch nicht lange her, da betrieb die Stadt Frankfurt am Main ihre Öffentlichkeitsarbeit in erster Linie im Kino. Der Verein Filmkollektiv Frankfurt hat zehn Frankfurter Imagefilme aus den Jahren 1909 bis 1968 ausgewählt, um sie erstmals auf DVD und wieder im Kino zu veröffentlichen. Die Filme führen durch die Gassen der Altstadt und zeugen von einer florierenden Messe mit imposanten Bauten in den 1920er-Jahren, dokumentieren die von Bomben zerstörte Stadt und den Wiederaufbau der Innenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg, schildern in Form eines liebevoll gestalteten Trickfilms das Chaos durch den U-Bahn-Bau und präsentieren schließlich stolz die Vorteile des 1968 eingeführten Verkehrsmittels. Neben den längst verschwundenen Stadtansichten fasziniert auch der seinerzeit betriebene Aufwand der städtischen Institutionen, die die Bürger:innen in Kinos und Vorführsälen zu informieren, beeindrucken aber auch zu unterhalten wussten.

Filmauswahl

Frankfurter Internationale Messe (1923), s/w, stumm, 25 Min.

Frankfurt am Main. Zerstörung und Wiederaufbau. Ein Dokumentarfilm der Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft FAAG über ihre Tätigkeit beim Wiederaufbau (1956), s/w, 21 Min.

Bauten, Bürger und ein Bembel. Frankfurt zwischen heute und morgen (1960), Farbe, 21 Min.

Operation Stadtbahn (1962), Farbe, ohne Dialog, 4 Min.

Eine Stadt fährt in die Zukunft. Grünes Licht für Frankfurts U-Bahn (1968), Farbe, 16 Min.

15. Mai 2022

15:30 Uhr, Cantate-Saal – Volksbühne Im Großen Hirschgraben

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Land Deutschland
Jahr 1923-1968
Spieldauer ca. 90 min
Sprache Deutsch (englische Untertitel verfügbar)

Präsentiert von:

Pressestimmen

Bauten, Bürger und ein Bembel lässt [...] noch einmal das alte Frankfurt mit den weitgehend zerstörten Bauten zwischen Jugendstil und Neuer Sachlichkeit aufleben. Eine DVD nicht nur für Lokalpatrioten.“ (Hadwiga Fertsch-Röver, hr2-kultur)

„[B]is heute bieten die Filme Einblicke, die man so nicht gekannt hat." (Eva-Maria Magel, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„[H]inzu kommt ein ausführliches 60-seitiges Booklet, das Hintergründe zu jedem Film erzählt und das Ganze erst richtig spannend macht.“ (Thomas Stillbauer, Frankfurter Rundschau)



(In Anwesenheit des Kurators: Felix Fischl)

Regionaler Langfilm