28.04. ‐ 03.05.2026
Bernd

Bernd – Operation Germanenkind

Cornelius Schwalm

Bernd hat seine eigene Abtreibung überlebt – und steht heute als Darsteller mit besonderem Betreuungsbedarf auf der Bühne eines Berliner Theaterkollektivs. Als die Gruppe ihr Stück über eine Nazi-„Wunderwaffe“ probt, kippt die eingeübte Inklusionsrhetorik in blanke Überforderung. Bernd beginnt sich für die Ideologien des Dritten Reichs zu begeistern und gibt völkische Parolen von sich. Die restliche Theatergruppe kann nur mühsam ihren Zorn zurückhalten. Als bei der Premiere des Stücks alles aus dem Ruder läuft, glaubt das Publikum zunächst an eine Inszenierung. Doch Bernd ist längst nicht mehr nur in einer Rolle.

Cornelius Schwalm erzählt die Eskalation als bitterböse Komödie: Zwischen Proben, Gruppengesprächen und ritualisiertem „Wir sind doch tolerant“ verschieben sich die Grenzen. Formal roh, kompromisslos und im Geist Christoph Schlingensiefs zeigt der Film die Mechanismen einer Gesellschaft auf, die an ihren eigenen moralischen Ansprüchen scheitert. Aus Offenheit wird Fassade, aus Widerspruch Spaltung. Ein Film, der Diskussion nicht illustriert, sondern auslöst – genau dort, wo es wehtut.

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Regie Cornelius Schwalm
Land Deutschland
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 93 min
Sprache Deutsch
Sprachfassung OV
Gattung Spielfilm
Produktion Max Gleschinski, Torsten Wichner, Jean-Pierre Meyer-Gehrke
Produktionsfirma Von Anfang Anders Filmproduktion
Koproduktion Maria Kron
Verleih Filmgalerie 451
Darsteller Verena Unbehaun, Matthias Rheinheimer, Silvina Buchbauer, Mathias Znidarec, Sasha Weis, Michael Benthin, Jana Zöll
Kamera Ute Freund, Yannick Hasse
Drehbuch Cornelius Schwalm
Montage Kai Wido Meyer
Ton Niklas Kammertöns
Musik Philipp Haagen
Szenenbild Susanne Füller


Lincs International Film Festival 2026: Most Challenging Film und Best Acting (Verena Unbehaun)

Über den Regisseur

Cornelius Schwalm spielt an zahlreichen deutschsprachigen Theatern, u.a. am Schauspielhaus Bochum, am Maxim Gorki Theater und am Schauspiel Frankfurt. Zudem war er in über 50 Filmen zu sehen, u.a. unter der Regie von Tom Tykwer, Christoph Hochhäusler und Jessica Hausner. Mit Rudolf Thome verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Seit Jahren inszeniert er auch am Theater. 2018 feierte er mit Hotel Auschwitz sein Spielfilmdebüt.



HESSENPREMIERE
In Anwesenheit des Regisseurs

Zukunft Deutscher Film

Bernd
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