Der Heimatlose
Kai Stänicke
Alle schütteln den Kopf: das ist nicht Hein. Nach 14 Jahren ist er auf seine Heimatinsel zurückgekehrt. Doch niemand aus dem Dorf will ihn erkennen. Nicht seine Mutter, nicht seine Schwester und auch nicht sein Jugendfreund Friedemann. Ein Dorfgericht soll die Unsicherheiten aufklären.
Doch die Erinnerungen des Zurückgekehrten scheinen auf seltsame Weise von denen des Dorfes abzuweichen. Das Misstrauen gegen den Fremden wächst. Und die unheimliche Unsicherheit zieht sich vom Prozess in den Alltag auf der Insel. Wer sagt hier die Wahrheit?
Diskutiert wird auf Stühlen mitten im Sand und Möbeln hinter bloßen Hausfronten: eine Szenerie wie in Lars von Triers Dogville, versetzt auf eine unbestimmte Nordseeinsel. Die Dialoge verstärken das Theatrale, Paul Boche spielt den Rückkehrer mit überzeugendem Unglaube.
Auch Emilia Schüle brilliert in ihrer Rolle. Ein packendes Schauspiel zwischen Dorfkulisse und Dünen, das Fragen nach Identität, Erinnerung und Wahrheit aufwirft.
1. Mai 2026
17:30 Uhr, Kino des DFF
Mehr Informationen
| Regie | Kai Stänicke |
| Land | Deutschland |
| Produktionsjahr | 2026 |
| Spieldauer | 122 min |
| Sprache | Deutsch |
| Sprachfassung | OV |
| Gattung | Drama, Spielfilm |
| Produktion | Dirk Decker, Andrea Schütte |
| Produktionsfirma | Tamtam Film GmbH |
| Verleih | DCM Film Distribution |
| Darsteller | Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell |
| Kamera | Florian Mag |
| Drehbuch | Kai Stänicke |
| Montage | Susanne Ocklitz |
| Ton | Maj-Linn Preiß |
| Musik | Damian Scholl |
| Sound Design | Kirsten Kunhardt |
Über den Regisseur:
Kai Stänicke, geboren 1986, drehte Musikvideos und Kurzfilme bevor er mit Der Heimatlose seinen ersten Langfilm präsentierte. Bei der Berlinale 2026 hatte er seine Premiere in der Kategorie „Perspectives” und wurde mit dem Teddy Award ausgezeichnet.
Pressestimmen:
"So ein Film ist Kai Stänicke mit Der Heimatlose gelungen, der vom ersten Moment an mitreißt, eine besondere, ganz bewusst mysteriöse Atmosphäre entstehen lässt und es vor allem schafft, woran selbst Filme von viel erfahreneren FilmemacherInnen oft scheitern: seine Geschichte zu einem starken, runden Ende zu führen." (Michael Meyns für die taz)
Hessenpremiere
In Anwesenheit des Regisseurs und des Kameramanns
Regionaler Langfilm