Die Blutgräfin
Ulrike Ottinger
Die Legende um die Blutsaugerin Erzsébet Bàthory wurde schon oft verfilmt, doch so skurril und lustvoll überdreht wie in Ulrike Ottingers Vampir-Komödie war sie gewiss noch nicht zu sehen. Im heutigen Wien erwacht die Blutgräfin aus ihrem Schönheitsschlaf, auf der Suche nach Beute und einem mysteriösen Buch, das ihr Vampirreich bedroht. Isabelle Huppert gibt die untote Aristokratin mit kühler Eleganz. Zur Seite steht ihr Birgit Minichmayr als treue Zofe. Thomas Schubert als schwermütiger Vegetarier-Vampir und Lars Eidinger als dessen Therapeut. Als Sahnehäubchen Karl Markovic, Burghart Klaußner und Tom Neuwirth aka Conchita Wurst in gleich drei verschiedenen Rollen. Was für ein Cast!
Gemeinsam mit Elfriede Jelinek verfasste Ottinger die Dialoge und macht aus der Sage eine schräge Farce voller bissiger gesellschaftskritischer Spitzen. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch Wiens morbide Schauplätze, opulente Kostüme und spektakuläre Kino-Bilder von Kameramann Martin Gschlacht. Ein exzentrischer Tanz der Vampire im Dreivierteltakt.
2. Mai 2026
20:30 Uhr, Eldorado Filmtheater
Mehr Informationen
| Regie | Ulrike Ottinger |
| Land | Österreich, Luxemburg, Deutschland |
| Produktionsjahr | 2026 |
| Spieldauer | 119 min |
| Sprache | Deutsch, Französisch |
| Sprachfassung | OV |
| Gattung | Komödie |
| Produktion | Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Bady Minck, Bettina Brokemper |
| Darsteller | Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, André Jung |
| Kamera | Martin Gschlacht |
| Drehbuch | Ulrike Ottinger, Elfriede Jelinek |
| Montage | Pia Dumont |
| Musik | Wolfgang Mitterer |
Berlinale 2026
Präsentiert von:
Über die Regisseurin
Die 1942 in Konstanz geborene Filmregisseurin, Autorin, Fotografin und bildende Künstlerin Ulrike Ottinger zählt zu den renommiertesten Künstlerinnen Europas. Mit ihrer Berlin-Trilogie Bildnis einer Trinkerin, Freak Orlando und Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse wurde sie international bekannt. Ihr Werk bewegt sich zwischen Experimentalfilm, Spielfilm und Dokumentarfilm. Ihre Filme wurden nach Cannes, Venedig und zur Berlinale eingeladen, wo sie 2020 mit der Berlinale Kamera geehrt wurde.
Pressestimmen
„Die Blutgräfin findet im Zwischenbereich von wildwüchsigem Camp, entschieden ulkiger Genre-Persiflage, intellektueller Spielerei, alternativem Stadtarchiv und urbanem Erkundungsgang seine ganz eigene Form. Und wenn am Ende auf dem Prater alle Fäden zusammenlaufen und in einer Gondel des Riesenrads ein Mitternachtsdinner stattfindet, führt Ottinger ihr Kino sogar an seine Wurzeln als Jahrmarktsattraktion und Illusionsmaschine zurück. Nachdem er fast 30 Jahre lang in der Entwicklung war, ist Die Blutgräfin nun der womöglich beste Spielfilm von Regisseurin Ulrike Ottinger – und definitiv der lustigste.“ (Michael Bendix, filmstarts.de)
HESSENPREMIERE
In Anwesenheit von Lars Eidinger
Zukunft Deutscher Film