"Die Eulenspieglerin" – Ulrike Rosenbach
Sung-Hyung Cho, Yvonne Lachmann, AG Rosenbach
Kunst ist persönlich. Kunst ist politisch. Besonders als Frau? Ulrike Rosenbach, Pionierin der Videokunst und Performance, erste Rektorin der Hochschule der Bildenden Künste Saar und eine der prägenden Künstlerinnen ihrer Generation, sagt: Klar. Die Regisseurin Sung-Hyung Cho widmet ihr ein dokumentarisches Portrait.
Im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien soll zum 80. Geburtstag Rosenbachs eine Retrospektive entstehen. Die Kamera begleitet die Künstlerin in der Vorbereitung, lässt sie erzählen. Stück für Stück offenbaren sich ihr Atelier, ihr Archiv, ihre künstlerische Haltung – ihre Selbstverständlichkeit. Wie war es damals in den 70ern als weibliche Meisterschülerin Joseph Beuys'? Wie hat sie sich ihren Weg zur internationalen Aufmerksamkeit gebahnt? Die Eulenspieglerin hat Antworten.
Besonders ist auch die Entstehung des Films: Gemeinsam mit Studierenden der HBKsaar entwickelte Cho den Film als kollektiven Prozess – von der ersten Idee bis zur Montage. Ein Film über künstlerische Praxis, der selbst aus ihr hervorgegangen ist.
Eine Annäherung an eine Künstlerin, die mit Videokamera und Körper Geschichte geschrieben hat – und bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat.
29. April 2026
18:00 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Sung-Hyung Cho, Yvonne Lachmann, AG Rosenbach |
| Land | Deutschland |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 105 min |
| Sprache | Deutsch |
| Sprachfassung | OmeU |
| Gattung | Dokumentarfilm |
| Produktion | Pina Beres, Sung-Hyung Cho |
| Produktionsfirma | HBKsaar |
| Darsteller | Ulrike Rosenbach, Barbara Herold, Walli Höfinger, Bengü Karaduman, Lena Lieselotte Schuster |
| Kamera | Denise Wagner, Pina Beres, Michael Kitzhöfer, David Rohner, Siwei Li, Leon Atay |
| Drehbuch | Sung-Hyung Cho |
| Montage | Sung-Hyung Cho, Yvonne Lachmann |
| Ton | Marie Junges, Hanhee Oh, Yvonne Lachmann, Siwei Li |
| Musik | Keine Filmmusik |
| Sound Design | Uwe Bossenz |
Über die Regisseurin
Sung-Hyung Cho, die in Südkorea geboren und aufgewachsen ist, studierte ab 1990 in Marburg Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und Philosophie. Ihr Dokumentarfilm Full Metal Village über das Dorf Wacken gewann 2006 als erster Dokumentarfilm den Max-Ophüls-Preis. Sie ist seit 2011 Professorin für Künstlerischen Film an der Hochschule der Bildenden Künste Saar.
WELTPREMIERE
In Anwesenheit der Regisseurin
Regionaler Langfilm