Divine Comedy
(کمدی الهی)
Ali Asgari
Auf dem Motorroller-Sozius seiner Produzentin (Sadaf Asgari) fährt der iranische Regisseur Bahram (Bahram Ark) durch die Straßen von Teheran zu seinen Terminen. Die Werke des 40jährigen Filmemachers sind zwar im Ausland in den Kinos gestartet und auf Festivals gelaufen - aber noch keiner in Bahrams Heimat, im Iran. Und so macht er sich auf die Suche, für sein neues Werk - einen an Dantes Göttliche Komödie angelegten Film - sowohl die Genehmigung als auch ein Kino zu finden. Doch das Kulturministerium will den Film nicht ohne Eingriffe freigeben und ein dubioser Produzent gibt ihm den Rat, doch lieber Actionfilme zu drehen. „Kino ist Fantasie, nicht die Realität“, heißt es.
Der Weg ist das Ziel in dieser Komödie, die Regisseur Ali Asgari (Irdische Verse) in kleine Vignetten und Episoden unterteilt hat. Gedreht lange vor den großen Demonstrationen dieses Jahres, blickt der Film auf ein Land in Agonie, in dem die Kunst keine Freiheit hat und Zensur und Bürokratie regieren. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, und Absurdität prägt den Ton dieses Films. Der Humor seiner bissigen Satire, hat Asgari gesagt, „entsteht nicht aus Komik, sondern aus der Absurdität der Unterdrückung.“
1. Mai 2026
18:00 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Ali Asgari |
| Land | Iran / Italien / Frankreich / Deutschland / Türkei |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 96 min |
| Sprache | Farsi, Aserbaidschanisch |
| Sprachfassung | OmdU |
| Gattung | Komödie |
| Produktion | Milad Khosravi, Ali Asgari |
| Produktionsfirma | Seven Springs Pictures, Taat Films |
| Darsteller | Bahram Ark, Sadaf Asgari, Bahman Ark |
| Kamera | Amin Jafari |
| Drehbuch | Ali Asgari, Alireza Khatami, Bahram Ark, Bahman Ark |
| Montage | Ehsan Vaseghi |
| Ton | Reza Heidari |
| Musik | Hossein Mirzagholi |
| Sound Design | Abdolreza Heydari |
Präsentiert von:
Über den Regisseur
Der iranische Regisseur Ali Asgari, geboren am 25. Juli 1982, studierte Film in Italien und machte mit Kurzfilmen, die auf vielen internationalen Festivals liefen, auf sich aufmerksam. Mit seinem Spielfilmdebüt Disappearance (2017) nahm er an den Filmfestspielen von Venedig teil. Bei uns bekannt wurde er durch seinen dritten Spielfilm, die Satire Irdische Verse (2024), in der er mit beißendem Humor die Absurditäten des iranischen Alltags und die Auseinandersetzungen mit der Bürokratie aufs Korn nimmt. Wie sein Alter Ego in Divine Comedy hatte auch Asgari immer wieder mit der iranischen Zensur und Bürokratie zu kämpfen.
Pressestimmen
"Letztendlich strahlt der Film, ähnlich wie die Filmvorführung, die Bahram und Sadaf gemeinsam auf die Beine stellen wollen, eine ungeschliffene, spontane Energie und einen schelmischen, trotzigen Geist aus. Er vermittelt überzeugend, dass Kunst – und Lachen – wirksame Waffen im Kampf gegen Unterdrückung sind." (Screen Daily)
"Es fällt schwer, in dem Film nicht ein wenig von Woody Allen zu erkennen; Bahram mag Allen äußerlich nicht ähneln, doch der Ton, den er (und Asgari) anschlagen, erinnert an Allens Werke, in denen der Achtzigjährige selbst die Hauptrolle spielte. Bahrams Neurotizismus und Verwirrung treiben den Film voran, und Arks Darstellung in dieser Rolle ist brillant; er schlängelt sich geschickt durch lange Dialogszenen, in denen sich seine Figur in einem ständigen Zustand der Verwirrung befindet." (International Cinephile Society)
Internationaler Langfilm