18.04. ‐ 23.04.2023

Ein Atem

Christian Zübert

Eines der Probleme mit den großen Krisen unserer Zeit ist deren Abstraktheit. Was bedeutet es, wenn ganze Länder Pleite gehen? Eine ganze Bevölkerung unter den Folgen einer Finanzkrise leidet? In *Christian Züberts* *_Ein Atem_* bekommt die Griechenlandkrise ein Gesicht: Aus finanzieller Not heraus muss Elena, eigentlich glücklich mit ihrem Freund in Athen, nach Deutschland, um sich dort mit einem Bar-Job durchzuschlagen. Als sie jedoch bemerkt, dass sie schwanger ist, muss sie auch diesen aufgeben und beginnt, als Kindermädchen beim wohlhabenden Frankfurter Pärchen Tessa und Jan zu arbeiten. Als Elena die kleine Lotte kurz aus den Augen lässt, wird das Mädchen entführt. Der Beginn einer tragischen Abwärtsspirale. *_Ein Atem_*, größtenteils in Frankfurt gedreht, findet Gründe für interkulturelles Misstrauen und Kommunikationslosigkeit gerade im Privaten. Eine scharfe Beobachtung menschlicher Befindlichkeiten. *Christan Zübert* hatte mit Filmen wie *_Lammbock_*, *_Dreiviertelmond_* und zuletzt *_Hin und Weg_* mit *Florian David Fitz* in der Hauptrolle große Publikumserfolge. *_Ein Atem_* hatte seine *Weltpremiere* auf dem *Filmfestival von Toronto* und eröffnete zudem die *49. Hofer Filmtage*.

_„Christian Zübert kehrt die gängigen Vorstellungen von Griechen und Deutschen in überraschender Perspektive gegen den Strich.“_ (epd Film) _„Christian Züberts sozialkritischer Genrefilm „Ein Atem" ist ein aktueller Beitrag des Kinos zur Griechenlandkrise. Und gleichzeitig ein differenziertes Porträt zweier Frauen.“_ (Frankfurter Rundschau Online) _„Die Lust, die Qual, die Energie dieser ambivalenten Frauenfigur fängt der Film in allen Schattierungen ein. Er funktioniert aber auch als einfühlsame Studie über ein geteiltes Europa, in dem sich die Sehnsüchte der Frauen auf eine eigenständige Existenz ähneln, aber die Möglichkeiten ihrer Erfüllung zunehmend auseinanderdriften.“_ (filmdienst)

01. April 2016

18:00 Uhr, Kino im DFF

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Regie Christian Zübert
Jahr D 2015
Spieldauer 100 min
Sprache Deutsche Originalfassung
Produktion Ulf Israel, Costas Lambropoulos
Darsteller Jördis Triebel, Chara Mata Giannatou, Benjamin Sadler u.a.
Kamera The Chau Ngo
Drehbuch Christian Zübert, Ipek Zübert
Schnitt Mona Bräuer

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