16.04. ‐ 21.04.2024
Filmstunde_23

Filmstunde_23

Edgar Reitz, Jörg Adolph

1968 schuf der renommierte Filmemacher Edgar Reitz mit einem Filmteam für 4 Wochen eine Umgebung, in der die Klasse eines Münchner Mädchengymnasiums das Medium Film kennenlernen und selbst mit Super-8-Kameras experimentieren durfte. 55 Jahre später beschließen sie ein gemeinsames Klassentreffen, bei dem die damals entstandenen Filme wiederentdeckt und reflektiert werden.

Spricht man heutzutage von Medienkompetenz, dann deckt dieser Begriff so viele Felder ab, dass dabei keine der einzelnen Medien genug Beachtung erhalten können. Besonders die wichtigste Kunstform des 20. Jahrhunderts, der Film, stößt mit seiner ästhetischen Sprache meist auf taube oder zumindest ungeschulte Ohren. Im Gegensatz zur Literatur oder Musik wird diese Bildungslücke jedoch noch nicht an deutschen Schulen gefüllt, um gegen den kinematographischen Analphabetismus anzukommen, sondern fehlt auf den allermeisten Bildungsplänen immer noch. Dabei stellt Filmstunde_23 klar, wie essentiell der Film für die persönliche und schulische Bildung ist und immer sein wird.

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Regie Edgar Reitz, Jörg Adolph
Land Deutschland
Jahr 2024
Spieldauer 89 min
Sprache Deutsch
Produktion Ingo Fliess, Ferdinand Freising, Florian Kummert, Christian Reitz
Kamera Mathias Reitz Zausinger, Markus Schindler, Daniel Schönauer, Thomas Mauch (1968), Dedo Weigert (1968)
Drehbuch Jörg Adolph, Edgar Reitz
Schnitt Anja Pohl, Jörg Adolph, Felicitas Sonvilla
Ton Jonas Egert, Michael Hinreiner
Sound Design Jörg Elsner
Präsentiert von:Frankfurter Allgemeine Zeitung

Über die Regisseure

Der deutsche Regisseur Jörg Adolph ist ein mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneter, freier Dokumentarfilmer, sowie wissenschaftlich/künstlerischer Mitarbeiter an der HFF München. Viele seiner Dokumentarfilme erhalten einen regulären Kinostart, wie zuletzt

Das geheime Leben der Bäume oder Vogelperspektiven. Er traf bereits auf Filmstunde_23 Ko-Regisseur Edgar Reitz während der Dokumentation Making of “Heimat”, in welcher erstaunliche Einblicke hinter die Kulissen der Fortsetzung von Reitz’ “Heimat”-Trilogie gegeben werden.

Der außergewöhnliche deutsche Filmemacher Edgar Reitz bedarf eigentlich keiner größeren Vorstellung. Sein monumentaler “Heimat”-Zyklus machte ihn international bekannt und entfachte eine Debatte um das darin behandelte Thema sowie den umstrittenen Begriff “Heimat”. Darüber hinaus verwirklichte er viele experimentelle Filmprojekte, davon mehrere Fortsetzungen der ursprünglichen “Heimat”-Reihe, und erhielt den Deutschen Regiepreis 'Metropolis' mit dem Ehrenpreis der VG Bildkunst für sein Lebenswerk.

Pressestimmen

„Es würde kaum wundern, wenn die Niza Super8 Kamera – wie im Film verwendet – plötzlich in Gebrauchtläden vergriffen ist. Filmstunde_23 macht Lust darauf, eigene Filme zu drehen!“ (Niklas Michels, Kino-Zeit)

„Filmstunde_23 offers this lively, playful exercise that joins different periods of time. However, at its heart lies a much deeper concern. Reitz argued for bringing cinema into the school curriculum and continues to feel the same necessity.“ (Akash Deshpande, HIGHONFILMS)

„[...] durch den Film wurde, Gegenwart wie Vergangenheit, deutlich, welch Talent er [Edgar Reitz] dafür hat, sein natürliches Charisma und sein Händchen für die Sprache einzusetzen. Man kann gar nicht anders, als diesem Mann zuzuhören, besonders, weil er so wichtige Sachen sagt, die meine Perspektive auf Film, Zeit, Erinnerung, Vergessen und (hier besonders wichtig) Bildung nachhaltig verändern.“ (Erik Hädrich (Filmfritzen Podcast), Letterboxd)



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