28.04. ‐ 03.05.2026
Gavagai

Gavagai

Ulrich Köhler

Machtkämpfe um Sex, Geld, die große Kunst und den Zugang zum Buffet: An der Küste des Senegal entsteht eine filmische Neuinterpretation des antiken Medea-Mythos. Medea tötete ihre eigenen Kinder, als ihr Gatte Jason sie für eine fremde Prinzessin verließ. Und inmitten der chaotischen Dreharbeiten verlieben sich die Darsteller von Jason und Medea tatsächlich ineinander.

Zurück in Deutschland bringen große Egos, bohrende Pressefragen und ein scheinbar rassistischer Zwischenfall das Paar ins Wanken. Ständig nagt die Frage: Wer ist hier eigentlich gerade privilegiert? Ob man nun in Dakar oder Berlin, zuhause oder im Hotel ist, welche Hautfarbe man hat, zu wem man spricht und wer einem dabei die Fliege bindet: All das eröffnet laufend neue Deutungen für jede Szene.

Während die Filmpremiere näher rückt, verspinnt sich die komplizierte Realität immer weiter mit der Tragödie auf der Leinwand. Doch wo das antike Drama schicksalhaft und schlimm enden muss, kann die filmische Gegenwart vielleicht einen Ausweg finden?

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Regie Ulrich Köhler
Land Deutschland, Frankreich
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 89 min
Sprache Französisch, Englisch, Deutsch
Sprachfassung OmeU
Gattung Drama
Produktion Ingmar Trost, Clément Duboin
Produktionsfirma Sutor Kolonko, Good Fortune Films
Verleih Port au Prince Pictures
Darsteller Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum
Kamera Patrick Orth
Drehbuch Ulrich Köhler
Montage Lorna Hoefler Steffen
Ton Julien Sicart, Andreas Hildebrandt, Simon Apostolou
Musik Julien Sicart, Andreas Hildebrandt, Simon Apostolou


New York Film Festival 2025

Präsentiert von:

villa orange

Über den Regisseur:

Ulrich Köhler studierte Philosophie und Visuelle Kommunikation in Frankreich und Deutschland. Mittlerweile wird Köhler zu den wichtigsten Regisseuren der Berliner Schule gerechnet. Als LICHTER-Stammgast war er bereits mit Schlafkrankheit (2011, Silberner Bär der Berlinale) und In My Room (2018) zu Gast.

Pressestimmen:

Gavagai ist erfreulich temporeich und – insbesondere für Berlinale-Kenner*innen – immer wieder unglaublich lustig. Ein Film, über den man anschließend zwar unendlich diskutieren kann, der sich beim Anschauen aber dennoch nicht wie Arbeit anfühlt, sondern konsequent unterhaltsam, kurzweilig und mit extremem Biss daherkommt.“ (Christoph Petersen, filmstarts.de)



HESSENPREMIERE
In Anwesenheit des Regisseurs und der Hauptdarstellerin Maren Eggert

Zukunft Deutscher Film

Gavagai
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© PortAuPrincePictures
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© PortAuPrincePictures
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