Gavagai
Ulrich Köhler
Machtkämpfe um Sex, Geld, die große Kunst und den Zugang zum
Buffet: An der Küste des Senegal entsteht eine filmische
Neuinterpretation des antiken Medea-Mythos. Medea tötete ihre
eigenen Kinder, als ihr Gatte Jason sie für eine fremde Prinzessin
verließ. Und inmitten der chaotischen Dreharbeiten verlieben sich
die Darsteller von Jason und Medea tatsächlich ineinander.
Zurück in Deutschland bringen große Egos, bohrende Pressefragen und
ein scheinbar rassistischer Zwischenfall das Paar ins Wanken. Ständig nagt die Frage: Wer ist hier eigentlich gerade privilegiert? Ob
man nun in Dakar
oder Berlin, zuhause oder im Hotel ist,
welche Hautfarbe man hat, zu wem man spricht und wer einem dabei die
Fliege bindet: All das
eröffnet laufend neue Deutungen für jede Szene.
Während die Filmpremiere näher rückt, verspinnt sich die
komplizierte Realität immer weiter mit der Tragödie auf der
Leinwand. Doch wo das antike Drama schicksalhaft und schlimm enden
muss, kann die filmische Gegenwart vielleicht einen Ausweg finden?
29. April 2026
19:30 Uhr, Mal Seh'n Kino
Mehr Informationen
| Regie | Ulrich Köhler |
| Land | Deutschland, Frankreich |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 89 min |
| Sprache | Französisch, Englisch, Deutsch |
| Sprachfassung | OmeU |
| Gattung | Drama |
| Produktion | Ingmar Trost, Clément Duboin |
| Produktionsfirma | Sutor Kolonko, Good Fortune Films |
| Verleih | Port au Prince Pictures |
| Darsteller | Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, Anna Diakhere Thiandoum |
| Kamera | Patrick Orth |
| Drehbuch | Ulrich Köhler |
| Montage | Lorna Hoefler Steffen |
| Ton | Julien Sicart, Andreas Hildebrandt, Simon Apostolou |
| Musik | Julien Sicart, Andreas Hildebrandt, Simon Apostolou |
New York Film Festival 2025
Präsentiert von:
Über den Regisseur:
Ulrich Köhler studierte Philosophie und Visuelle Kommunikation in Frankreich und Deutschland. Mittlerweile wird Köhler zu den wichtigsten Regisseuren der Berliner Schule gerechnet. Als LICHTER-Stammgast war er bereits mit Schlafkrankheit (2011, Silberner Bär der Berlinale) und In My Room (2018) zu Gast.
Pressestimmen:
„Gavagai ist erfreulich temporeich und – insbesondere für Berlinale-Kenner*innen – immer wieder unglaublich lustig. Ein Film, über den man anschließend zwar unendlich diskutieren kann, der sich beim Anschauen aber dennoch nicht wie Arbeit anfühlt, sondern konsequent unterhaltsam, kurzweilig und mit extremem Biss daherkommt.“ (Christoph Petersen, filmstarts.de)
HESSENPREMIERE
In Anwesenheit des Regisseurs und der Hauptdarstellerin Maren Eggert
Zukunft Deutscher Film