Gropiusstadt Supernova
Ben Voit
Silvester in der Gropiusstadt: Die Kälte Berlins scheint hier noch eine Spur härter. Zwischen den riesigen Plattenbausiedlungen trifft die Tristesse des grauen Betons auf Luans bunte Träume. Doch in dieser Nacht, in der über den Dächern Raketen aufglühen wie verheißungsvolle Sterne, beginnen für ihn gleich mehrere Welten zu kippen. Seine große Liebe erhält die Chance, in den USA Schauspiel zu studieren. Fast gleichzeitig steht sein Bruder Tarik kurz davor, abgeschoben zu werden. Luan droht, die beiden wichtigsten Menschen seines Lebens auf einmal zu verlieren.
Was als letzte gemeinsame Nacht beginnt, wird zu einem fiebrigen Wettlauf gegen die Zeit. Getrieben von Angst, Hoffnung und der verzweifelten Sehnsucht, das Unvermeidliche doch noch abzuwenden, taumelt Luan durch eine Welt aus Neonlicht, Kälte und lodernden Himmeln. Während Tarik außer Reichweite gerät und jede Entscheidung schwerer wiegt als die vorherige, verschwimmen Traum und Wirklichkeit immer mehr. Luans Vorstellungskraft beginnt ein Eigenleben zu entwickeln, seine düsteren Ahnungen drängen mit aller Wucht in die Realität. Ein intensiver, atmosphärisch dichter Albtraum über Liebe, Verlust und die Frage, wie weit man zu gehen bereit ist, um das zu retten, was einem bleibt.
30. April 2026
18:00 Uhr, Esplanade im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Ben Voit |
| Land | Deutschland |
| Produktionsjahr | 2026 |
| Spieldauer | 78 min |
| Sprache | Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch |
| Sprachfassung | OV |
| Gattung | Drama |
| Produktion | Andrea Wohlfeil |
| Produktionsfirma | Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF |
| Darsteller | Mo Issa, Berfin Sönmez, Walid Al-Atiyat, Asad Schwarz, Bryan Kaime Lomuria |
| Kamera | Konrad Waldmann |
| Drehbuch | Ben Voit |
| Montage | Benedikt Strick |
| Ton | Richard Meyer, Oscar Zöllner |
| Musik | No Bloom Now |
Filmfestival Max Ophüls 2026: Bester Film
Präsentiert von:
Über den Regisseur:
Ben Voit studiert Regie an der Filmuniversität Babelsberg. Seine ersten Kurzfilme Nacht über Kepler 452B und The Common Order wurden auf renommierten Festivals in Clermont-Ferrand, Busan, Tallinn, Gent und Berlin gezeigt und erhielten mehr als 10 Auszeichnungen sowie über 40 Nominierungen.
Seit 2025 ist er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und absolviert einen Masterstudiengang in Spielfilmregie an der Filmuniversität Babelsberg. Gropiusstadt Supernova ist sein erster Langfilm.
Pressestimmen:
„Gemeinsam mit seinem Kameramann Konrad Waldmann gelingt es Voit geradezu ikonische Gropiusstadt-Bilder zu schaffen. Die Bilder der Hochhausfassaden vermitteln eine Atmosphäre der Anonymität und eine graphische Struktur, wie ich es bisher in Filmen noch nicht oft gesehen habe. Vielleicht in irgendwelchen Filmen aus Pariser Vorstädten. Die nächtlichen Bilder vom Gropiushaus, mit den spiegelverkehrten Buchstaben der Inschrift sind außergewöhnlich. Die Verknüpfung der traumhaften Zwischensequenzen mit dem großartigen Soundtrack schaffen eine beinahe zeitlose Atmosphäre.“ (Jürgen Bürgin, A Visual Zine)
HESSENPREMIERE
In Anwesenheit des Regisseurs
Zukunft Deutscher Film