28.04. ‐ 03.05.2026
I'm not an Actor Start

I'm Not An Actor

(Main Actor Nahin Hoon)

Aditya Kripalani

Auch wenn es keine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt am Main und Mumbai gibt, entsteht mit I’m Not an Actor eine filmische. Eine Schauspielerin in Mumbai und ein frisch pensionierter Banker (Hindi-Cinema-Star Nawazuddin Siddiqui!) indischer Herkunft in Frankfurt treffen bei einem Online-Casting aufeinander. Aus dem kurzen Vorsprechen wird ein gemeinsamer Tag in Bewegung: durch Straßen, Bahnen, Einkaufszentren, über Brücken und am Fluss entlang – immer verbunden per Video. Während sie miteinander Schauspielübungen durchlaufen, zeigen sie einander ihre Städte und sehen sie zugleich neu. Frankfurt und Mumbai werden parallel erzählt, gespiegelt im Blick der jeweils anderen Person – als gelebte Alltagsräume, in denen Nähe entsteht, obwohl Kontinente dazwischenliegen. Gedreht wurde über 28 Tage, mit echten Videoverbindungen und parallelen Drehs in beiden Städten.

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Regie Aditya Kripalani
Land Deutschland, Indien
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 121 min
Sprache Englisch, Hindi, Deutsch
Sprachfassung OmdU
Gattung Spielfilm
Produktion Sweta Chhabria
Produktionsfirma Mumba Devi Motion Pictures
Darsteller Nawazuddin Siddiqui, Chitrangada Satarupa
Kamera Rishika Baruah (Frankfurt), Sumit Singh, Ajinkya Pandit (India)
Drehbuch Aditya Kripalani
Montage Hrishikesh Petwe
Ton Nilesh Jatwa
Musik Aditi Ramesh, Amlan Ray, Rabbi Shergill
Sound Design Nilesh Jatwa

Präsentiert von:

25 h hotel

DIRECTOR’S NOTE 

„Jemanden in eine Schublade zu stecken, gibt uns ein trügerisches Gefühl von Sicherheit. Es vermittelt uns die falsche Vorstellung, wir hätten ein Gegenüber bereits verstanden – dabei bewirkt es genau das Gegenteil: Es errichtet Mauern, die wir später mühsam und schmerzhaft überwinden müssen.

‚I’m not an Actor‘ (Main Actor Nahin Hoon) handelt als Geschichte genau von dieser Etikettierung: Der ‚Künstler‘ versus der ‚Business-Typ‘. Indem wir einen Film über eine Schauspielerin drehen, die sich selbst als Puristin betrachtet und einem pensionierten Banker via Videocall über Ländergrenzen hinweg die Nuancen des Schauspiels lehrt, konnten wir diese tief sitzenden Trennungen in unseren Köpfen untersuchen.

Der Film wirft einen Blick darauf, wie unsere Etiketten uns von der Erkenntnis fernhalten, dass wir Menschen auf einer viel tieferen Ebene doch alle gleich sind – angetrieben, gedrängt und herausgefordert von den exakt gleichen Dingen. Während die Künstlerin und der Banker miteinander sprechen, beginnen sie, die Ähnlichkeiten in sich selbst zu erkennen, und realisieren, dass diese Bezeichnungen letztlich bedeutungslos sind.

Gleichzeitig untersucht der Film, wie Menschen, die in Ländern wie Indien eine Filmhochschule besucht haben, auf das europäische Kino blicken. Die dortigen Bilder brennen sich in ihr Bewusstsein ein und lassen sie – oft unbewusst – nach genau diesem Leben lechzen. Die puristische Schauspielerin im Film bildet da keine Ausnahme. Seit ihrer Zeit an der Filmhochschule hat sie insgeheim von diesem Leben geträumt: von diesen Cafés, diesen Straßen, diesem Wetter und der Kälte – als Gegenentwurf zur beengten Schwüle Mumbais, in der sie tatsächlich lebt. Während sie dem Banker per Videocall Schauspielunterricht gibt und beide durch ihre jeweiligen Städte spazieren, entfacht der ständige Blick auf den Hintergrund seines Anrufs ihre Sehnsucht nach diesem fernen Leben aufs Neue.“

I'm Not An Actor in den Medien

Nawazuddin Siddiqui and Aditya Kripalani at Deadline.

Nawazuddin Siddiqui Wins best Actor at NYIFF- The Statesman

'No Film School'

'I'm Not An Actor' at Variety.



DEUTSCHLANDPREMIERE

Q&A mit der Produzentin

Regionaler Langfilm

I'm not an Actor
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