10.05. ‐ 15.05.2022

L’état et moi

Max Linz

Richterin Praetorius-Camusot stockt in ihren juristischen Routinen, als bei den Feierlichkeiten der deutsch-französischen Beziehungen ein Exponat aus 150-jährigem Schlaf erwacht: Komponist Hans List aus der Pariser Commune sieht ihr zum Verwechseln ähnlich–was eine slapstickartige Kettenreaktion auslöst.

Einmal pro Monat widmet sich die Reihe „Was tut sich–im deutschen Film?“ dem aktuellen deutschen Kinogeschehen. Im Mai stellt Regisseur Max Linz dort mit L’ÉTAT ET MOI seine dritte abendfüllende Spielfilmarbeit vor. Die anarchische Komödie feierte seine Premiere auf der dies jährigen Berlinale, die ZEIT adelte den Film als eines der besten zehn Werke der Filmfestspiele.

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Regie Max Linz
Land Deutschland
Jahr 2022
Spieldauer 85 min
Sprache Deutsch, Französisch mit deutschen Untertiteln
Produktion eine SCHRAMM FILM Koerner Weber Kaiser Produktion
Koproduktion WDR
Darsteller Sophie Rois, Jeremy Mockridge, Bernhard Schütz
Kamera Markus Koob
Drehbuch Max Linz
Schnitt Kathrin Krottenthaler
Musik Stefan Will, Fabian Reifarth
Sound Design Henry Uhl

Präsentiert von:

Über den Regisseur

Der gebürtige Frankfurter Regisseur Max Linz ist Stammgast bei LICHTER. Er studierte Filmwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin und der Sorbonne Nouvelle Paris III, anschließend Filmregie an der DFFB. Von 2019 bis 2021 war Linz Gastprofessor an der UdK Berlin. Seine thematischen Schwerpunkte waren u.a. „Vom Anti-Theater zum Ausstattungsfilm: Bühnenräume zwischen Off-Theater und unabhängigem Kino“ und „Das Theater als das neue Kino: Live-Film und/als Bühnenbild“.

Pressestimmen

„Max Linz‘ gewitzte Anschläge auf die Grund­feste des Bildungs­bür­ger­tums mit seinen eigenen Mitteln gehen in die dritte Runde und widmen sich diesmal v. a. der Juristerei. Mehr eine Variation von Vertrautem als eine grundlegende Neuausrichtung, schaut man dem Ganzen mit proletarischem Dauergrinsen zu: Sollte Max Linz tatsächlich der Wes Anderson sein, den wir verdienen und vor allem haben? Heribert Fassbender würde sagen: Ein lupenreiner Hattrick!" (Sedat Aslan, artechock film)

„Eine bunte Mischung, die formal irgendwo zwischen Berliner Schule, politischem Diskurskino und den anarchischen Filmfarcen eines Christoph Schlingensief angesiedelt ist.“(Stefan Bock, Kultura-Extra)

Vorfilm

Die Vergänglichkeit des Bernd Hasselhuhn
D 2020, Dauer: 08:10 Min., Regie: Max Rainer
Hat man den Verdacht, bald umgebracht zu werden, liegt ein Gang zur Polizei nahe. Ganz so einfach ist das bei Bernd Hasselhuhn aber nicht–denn was er als tödliche Bedrohung wahrnimmt, bezeichnen die meisten anderen von uns als „altern”.



Hessenpremiere
(In Anwesenheit des Regisseurs)

Zukunft Deutscher Film