18.04. ‐ 23.04.2023

Panel: Das Andere Kino: Zur Zukunft eines Kulturortes

Mit:

Alice Agneskirchner (Drehbuchautorin und Regisseurin), Malte Hagener (Professor für Medienwissenschaft, Universität Marburg), Daniel Moersener (Filmwissenschaftler, Autor und Regisseur), Max Linz (Regisseur)

Moderation: Sarah Adam (Kuratorin)

Wir leben im Zeitalter des Bildes, mehr noch: des Bewegtbildes. Der Film ist zum Wissensträger und zur Lebensform geworden. Doch die Bedeutung des Kinos als originärem Rezeptionsort für das Filmerleben schwindet. Das hat gesellschaftliche Konsequenzen: Die Krise des Kinos ist auch eine Krise des öffentlichen Raums. Als Ort der Zusammenkunft und Diskussion, kulturkritischer Moderation und gemeinsamer Reflexion ist dieser für eine demokratische (Stadt-)Gesellschaft von großer Bedeutung. Ohne soziale Räume des Diskurses und ohne kollektive Erfahrungen droht der Verlust ihres Fundaments. Es braucht deshalb eine umfassende Neudeutung des Kulturraums Kino. Darüber, wie diese Neudeutung aussehen und gelingen kann, soll auf diesem Panel diskutiert werden.

Dieses Panel wird auch online übertragen:

YouTube: https://youtu.be/n-h1Iww54A4

Facebook: https://www.facebook.com/events/2798681717103254/

11. Mai 2022

15:00 Uhr, Cantate-Saal – Volksbühne Im Großen Hirschgraben

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Spieldauer 90 min
Sprache Deutsch

Panel-Teilnehmende:


Der gebürtige Frankfurter Regisseur Max Linz ist Stammgast bei LICHTER. Er studierte Filmwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin und der Sorbonne Nouvelle Paris III, anschließend Filmregie an der DFFB. Von 2019 bis 2021 war Linz Gastprofessor an der UdK Berlin. Seine thematischen Schwerpunkte waren u.a. „Vom Anti-Theater zum Ausstattungsfilm: Bühnenräume zwischen Off-Theater und unabhängigem Kino“ und „Das Theater als das neue Kino: Live-Film und/als Bühnenbild“. L’état et moi läuft in der Reihe Was tut sich - im deutschen Film? im Rahmen de 15. Lichter Filmfests.


Geboren und aufgewachsen in München studierte Alice Agneskirchner an der Ludwig-Maximilians-Universität Politologie, Theaterwissenschaft, Deutsche und Vergleichende Volkskunde und war Regieassistentin am Landestheater Salzburg. Ab 1989 nahm sie ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg auf, das sie 1995 mit Diplom abschloss. Es folgten freiberufliche Tätigkeiten. Alice Agneskirchner ist Mitglied der Deutschen Filmakademie und der Deutschen Fernsehakademie. Sie ist mehrmalige Grimme-Preisträgerin, unter anderem 2020 für „Wie HOLOCOAUST ins Fernsehen kam" (Buch + Regie).


Malte Hagener ist Professor für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschichte, Ästhetik und Theorie des Films an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Film- und Mediengeschichte, Filmtheorie und Medienbildung. Zu seinen Publikationen als Autor gehören „Filmtheorie zur Einführung" (mit Thomas Elsaesser) und „Moving Forward", „Looking Back. The European Avantgarde and the Invention of Film Culture, 1919-1939". Außerdem ist er Leiter des Volkswagen-Projekts „DiCi-Hub – A Research Hub for Digital Film Studies", des DFG-Projekts „media/rep/plus/ - Ausbau des Open-Acess-Repositoriums für die Medienwissenschaft".


Daniel Moersener, Jahrgang 1992, studierte an der Freien Universität Berlin Filmwissenschaft und Philosophie. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Affinität von Kulturkritik und Massenkultur, der klassische und postklassische Hollywoodfilm sowie das politische Kino. Er lebt und schreibt in Berlin als Autor für Tages- und Wochenzeitungen wie taz, Zeit und jungle world. Außerdem arbeitet er bei Winfried Pauleit von der Universität Bremen als Doktorand der Filmwissenschaft an seiner Dissertation zur politischen Filmästhetik der Kritischen Theorie. In seiner übrigen Zeit betätigt er sich als Filmemacher.


Sarah Adam arbeitet als freie Kuratorin und Beraterin für Filmfestivals, Kinos und Kulturinstitute. Ihr inhaltlicher Fokus liegt auf dokumentarischen Formaten, experimentellen Arbeiten, Kurzfilmen und audiovisuelle Medien im öffentlichen Raum. Sie war Leiterin der dokumentART, Neubrandenburg, ist Kommissionsmitglied für die Auswahl des Deutschen Wettbewerbs bei den 68. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und arbeitet unter anderem für die Kinemathek Hamburg, das Kurzfilmfestival Hamburg und das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Sarah Adam ist Vorstand im Hauptverband Cinephilie, Gründerin des Arab Filmclub Hamburg, Mitbetreiberin des kollektiv organisiertenB-Movie Kinos" Hamburg und Mitglied von „A Wall is a Screen".



Kongress Zukunft Deutscher Film

© Max Linz
© Alice Agneskirchner
© Malte Hagener
© Daniel Moersener