16.04. ‐ 21.04.2024
Regionaler Kurzfilm_Gelbes Rechteck

Regionale Kurzfilmrolle III

Janis Schmidt, Hồng Anh Nguyễn, Ulrich Stöcker, Vincent Rabas-Kolominsky, Juejun Chen, Adrianna Amra Bartosiewicz, Jan Riesenbeck, Veve Kiselev, Kristin Garrelts

Frankfurt, Kassel, Mainz, Offenbach, Wiesbaden - aus ganz Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet treten angehende und etablierte Filmschaffende im regionalen Kurzfilmwettbewerb an, um den begehrten LICHTER-Bembel und 1.000 Euro Preisgeld mit nach Hause zu nehmen. Zelebriert mit uns die kurze Form mit gleich drei Filmrollen voll cineastischen Schaffens.

Zu sehen sind unter anderem: Bockenheimer Geister, ein etwas anderer Enkeltrick, unangenehme U-Bahn-Begegnungen, eine Rekonstruktion des Falls Oury Jalloh, ein Vater-Tochter-Alltag, das Philosophieren über Langeweile. Außerdem ist zu erfahren, was Rote Beete mit dem ewigen Leben zu tun hat, wie Wissenschaft sexistisch sein kann und das Eingelegtes gute Wurfgeschosse abgibt. Wir bekommen einen experimentellen Blick auf Konflikte, die nackte Wahrheit und Dating im All und zu guter Letzt gibt es Geschichten über (keine) Küsse in Saigon und ein nicht gelebtes Leben zu sehen.

Regionale Kurzfilmrolle I: 17.04.2024, 20:15 Uhr, Pupille - Kino in der Uni
Regionale Kurzfilmrolle II: 19.04.2024, 17:30 Uhr, Pupille - Kino in der Uni

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Regie Janis Schmidt, Hồng Anh Nguyễn, Ulrich Stöcker, Vincent Rabas-Kolominsky, Juejun Chen, Adrianna Amra Bartosiewicz, Jan Riesenbeck, Veve Kiselev, Kristin Garrelts
Land Deutschland, Vietnam, Australien, Tschechien, Vereinigtes Königreich
Jahr 2023-2024
Spieldauer 90 min
Sprache Deutsch, Vietnamesisch, Polnisch

GELBES RECHTECK | Deutschland 2023 | Dokumentation | Weltpremiere | Dauer: 06:07 Min | Regie: Janis Schmidt

"Das Rauchen in diesem Bahnhof ist nur in den gekennzeichneten Bereichen zulässig" - diese begrenzenden gelben Linien öffnen einen Raum für Kommunikation, in dem sich das ganze Leben abbildet. Gelbes Rechteck beobachtet Menschen auf Reisen, die rauchen, Alltägliches erzählen aber auch tiefer gehende Einblicke in ihre Meinungen, Ansichten und Lebensphilosophien geben.

Janis Schmidt studiert seit 2021 Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film und bewegtes Bild an der Kunsthochschule Kassel. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit zufälligen Situationen des Alltags, um sich der Psychologie des menschlichen Verhaltens zu nähern. Sein Debütkurzfilm Gelbes Rechteck wurde am Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe gedreht.


SAIGON KISS | Deutschland/Vietnam/Australien 2024 | Spielfilm | Rhein-Main-Premiere | Dauer: 22:00 Min | Regie: Hồng Anh Nguyễn

Die Queer-Romanze Saigon Kiss entfaltet sich in den Straßen der pulsierenden Metropole Saigon. Mo und Vicky begegnen sich zufällig durch eine Motorradpanne und entdecken eine unerwartete Verbundenheit. Inmitten des geschäftigen Treibens der Stadt finden sie Trost und Zärtlichkeit in der Gesellschaft der Anderen.

Hồng Anh Nguyễn ist eine gebürtige Frankfurterin und queere vietnamesisch-deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin. Sie arbeitet zwischen Frankfurt am Main und Ho-Chi-Minh-Stadt. Ihre Filme wurden auf internationalen Festivals wie Clermont-Ferrand und BFI Flare gezeigt. Schon während ihrer Schulzeit am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium nahm sie an Workshops und Seminaren des Filmhauses Frankfurt und des Medienzentrums Wiesbaden teil.


PETRUSHKA | Deutschland 2023 | Animation | Dauer: 02:46 Min | Regie: Ulrich Stöcker

Liebe überwindet alle Hürden - so heißt es oft. Im bittersüßen Animationsfilm Petrushka, als Hessen-Talent auf der Berlinale 2024 aufgeführt, öffnet sie die Augen eines hingerissenen Tänzers, der sich aus Sehnsucht den Fäden seines Marionetten-Daseins entledigt.

Ulrich Stöcker studiert seit 2021 “Animation and Game” an der Hochschule Darmstadt. In seinen Projekten konzentriert er sich auf die Entwicklung neuer Formate, die klassische Musik mit neuen Medien verbindet. Die 3D-Animation Petrushka wurde als Semesterprojekt der Hochschule Darmstadt realisiert.


GOLEM'S BREATH | Deutschland/Tschechien/Vereinigtes Königreich 2023 | Experimental | Dauer: 16:16 Min | Regie: Vincent Rabas-Kolominsky

Wie war das damals eigentlich, in Prag? Der Experimentalfilm Golem's Breath folgt dem Protagonisten nach Prag und lotet aus, wie das Medium Film sich Geschichte nähern kann - der Geschichte einer Stadt und einer Familie. Der teilweise animierte Film basiert auf der Familiengeschichte des Regisseurs, die nach der Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 aus Prag geflohen ist.

Vincent Rabas-Kolominsky studierte in Freiburg und Glasgow. Seinen Master in “Filmmaking and Media Arts” an der Universität Glasgow schloss er mit dem Kurzfilm Golem’s Breath ab. Der mütterliche Teil von Vincents Familie stammt aus Wiesbaden, wo er selbst große Teile seiner Kindheit verbrachte. Seit 2023 lebt er wieder in Wiesbaden, um als Filmproducer zu arbeiten. Der Film handelt von seiner Großmutter, die bis zu ihrem Tod im Mai 2023 in Frankfurt lebte.


MECHANICAL RESONANCE | Deutschland 2023 | Experimental | Rhein-Main-Premiere | Dauer: 04:14 Min | Regie: Juejun Chen

Durch die kunstvolle Verbindung von Bild und Ton schafft Juejun Chen in ihrem Experimentalfilm Mechanical Resonance eine faszinierende Synthese zwischen menschlicher Bewegung und maschineller Arbeit. Filmmaterial chinesischer Tanzschulen, Beine in Strumpfhosen, gespreizte Füße, Rattern, Zischen, Surren: der Film spricht über das Versprechen eines freien Körpers im Tanz und wirft gleichzeitig einen kritischen Blick auf die Parallele industrieller Effizienz.

Juejun Chen studiert aktuell an der Kunsthochschule Kassel. Videokunst ist eine der vielen kreativen Möglichkeiten, wie sie das Medium nutzt. Ihre Arbeit umfasst auch Malerei, Performance und Installation.


POLENSTRICH | Deutschland 2023 | Spielfilm | Weltpremiere | Dauer: 11:50 Min | Regie: Adrianna Amra Bartosiewicz

Der Frankfurter “Polenstrich“ im Ostend ist als eine offene Schwarzarbeiter-Szene so etwas wie eine Institution in der Stadt. Im Kurzfilm Polenstrich lernen wir Leo kennen, einen jungen Mann aus Polen, der versucht, sich und seine Mutter mit Gelegenheitsjobs zu ernähren.

Die Autorin und Regisseurin Adrianna Amra Bartosiewicz beendete vor kurzem ihr zweites Studium „Motion Pictures“ an der Hochschule Darmstadt. Gerade arbeitet sie in einer Filmproduktion als Junior Producerin und vertieft bei unterschiedlichen Projekten ihre Fähigkeiten, Geschichten zu schreiben und zu verfilmen. Die Geschichte von Polenstrich ist inspiriert von wahren Begebenheiten und möchte auf die Aspekte der Arbeitsnot in Frankfurt aufmerksam machen.


DER ZEIGEFINGERZEIGER | Deutschland 2024 | Animation | Weltpremiere | Dauer: 01:52 Min | Regie: Jan Riesenbeck

Laut Lexikon ist der Zeigefinger der am häufigsten verwendete Finger. Er trägt seinen Namen, weil er bevorzugt dafür verwendet wird, um auf ein Objekt oder eine Richtung zu zeigen. Man kann mit ihm aber auch ermahnen, drohen, andere beschuldigen oder ihnen einen Vogel zeigen. So mancher macht dieses Hobby zum Beruf und wird professionelle Zeigefingerzeiger. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, wie dieser charmante Animationsfilm zeigt.

Jan Riesenbeck hat in der Filmklasse der Kunsthochschule Kassel studiert. Seine Kurzfilme wurden weltweit bei Festivals gezeigt und erhielten zahlreiche Preise. Sein aktuelles Projekt „Mein Name ist Hase“ wurde mit dem Wim Wenders Stipendium ausgezeichnet und war für den Hessischen Drehbuchpreis nominiert. Der Zeigefingerzeiger entstand im Rahmen der Serie „Erdlinge“ (AT: Modern Characters), deren Entwicklung von HessenFilm und Medien gefördert wurde. Die Produktion fand in Kassel statt.


DAS NICHT GELEBTE LEBEN | Deutschland 2023 | Dokumentation | Weltpremiere | Dauer: 10:16 Min | Regie: Veve Kiselev

Was bedeutet Heimat? – ein Gefühl, ein Duft, ein Klang, ein Ort. In ihrem Film führt uns Veve Kiselev auf eine poetische Reise, die offenbart, woher sie stammt und wohin ihr Weg sie führen soll. Vor 23 Jahren verließ ihre Familie Atbasar, Kasachstan, um in Deutschland eine neue Heimat zu finden. Nun kehrt sie zurück, um die Pfade ihrer frühesten Erinnerungen und die Wurzeln ihrer Identität zu entdecken.

Geboren in Atbasar, Kasachstan ist Veve Kiselev seit ihrem fünften Lebensjahr in Wetzlar in Mittlehessen aufgewachsen. Ihr Studium absolvierte sie an der HfG Offenbach, wo sie sich den Schwerpunkten, Video, Sound und Performance widmete. Das nicht gelebte Leben ist ihr Diplomfilm.


VERZERRT | Deutschland 2024 | Animation | Weltpremiere | Dauer: 05:17 Min | Regie: Kristin Garrelts

Verzerrt
erzählt die Geschichte von Lou, der sich mit den Herausforderungen sozialer Interaktion konfrontiert sieht. Lou sehnt sich nach Akzeptanz und Zugehörigkeit. Während er versucht, seine Unsicherheiten zu bekämpfen und sich zu integrieren, wird sein Körper zum Manifest seiner inneren Konflikte.

Kristin Garrelts lebt und arbeitet in Wiesbaden. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule RheinMain mit Schwerpunkt auf 2D-Animation, Illustration und Editorial Design. Mit ihrem Abschlussfilm Verzerrt schloss sie ihr Studium Anfang 2024 erfolgreich ab.



Regionale Kurzfilme

>