Resurrection
(狂野时代)
Bi Gan
In einer trostlosen Stummfilmwelt, in der die Menschen das Träumen für ewiges Leben opferten, begibt sich eine Agentin auf die Suche nach einem „Deliranten“, einem der letzten Träumer. Im Keller einer Opiumhöhle findet sie die armselige Kreatur und gewährt ihr einen letzten, intensiven Traum – wie ein Stern, der in einer Supernova endet.
Die Leinwand flackert, reißt, geht in Flammen auf. Es beginnt ein freier Fall durch verschiedene Stationen der Filmgeschichte. In opulent ausstaffierten Panoramen und mit viel Liebe für die visuellen Spielereien und praktischen Tricktechniken des Kino des 20. Jahrhunderts will die Bildsprache vor allem eins: das Publikum zum Staunen bringen.
Nach dem weltweiten Erfolg von Long Day's Journey Into Night nimmt sich Meisterregisseur Bi Gan mit Resurrection noch Größeres vor und malt in diesem Kaleidoskop aus Geschichten, Farben und Gefühlen seine gänzlich einzigartige Vision von Kino: einem Ort, an dem wir kollektiv träumen können.
3. Mai 2026
16:30 Uhr, Esplanade im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Bi Gan |
| Land | China, Frankreich |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 159 min |
| Sprache | Chinesisch, Mandarin |
| Sprachfassung | OmdU |
| Gattung | Drama, Science-Fiction, Fantasy |
| Produktion | Bi Gan, Charles Gillibert, Yang Lele |
| Produktionsfirma | Huace Pictures, Dangmai Films (Shanghai), CG Cinéma |
| Koproduktion | Olivier Père, Guang Ren, Kaustubh Singh |
| Verleih | Plaion Pictures |
| Darsteller | Jackson Yee, Shu Qi, Mark Chao |
| Kamera | Jingsong Dong |
| Drehbuch | Bi Gan, Zhai Xiaohui |
| Montage | Xue Bai, Bi Gan |
| Ton | Li Danfeng, Emmanuel Croset |
| Musik | M83 |
| Sound Design | Romain Anklewicz |
| Szenenbild | Qiang Liu |
CANNES 2025: SPEZIALPREIS DER JURY, BUSAN 2025: PREIS FÜR BESONDERE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG
Präsentiert von:
Über die Regie
Bi Gan ist ein Miao-chinesischer Filmemacher und Poet aus Kaili. Er studierte Fernsehregie an der Stabshochschule für Radio, Film und Fernsehen in Taiyuan, Shanxi. Mit seinem Debütfilm Kaili Blues (2015) erregte er große Aufmerksamkeit als er den Preis Best Emerging Director des 68. Locarno Film Festivals gewann. Sein zweiter Film Long Day’s Journey Into Night (2018) erlebte seine Premiere bei den 71. Filmfestspielen von Cannes in der Kategorie Un Certain Regard. Sein neuester Film Resurrection (2025) war für die Palme D’Or bei den 78. Filmfestspielen von Cannes nominiert und gewann einen Special Award.
Pressestimmen
„Sein Film ist mutig und ambitioniert, visuell beeindruckend, psychedelisch und benebelnd, da er sich ganz der Halluzination und der Bedeutung des Unwirklichen und Traumhaften hingibt. […] Es ist ein zutiefst geheimnisvoller Film, dessen Rätselhaftigkeit sich bis in den Titel hinein erstreckt – handelt es sich bei dem, was geschieht, um eine ‚Auferstehung‘ im Sinne einer eindeutigen Verwandlung? Oder ist es lediglich ein unaufhörliches Flackern und Verändern der Form: Ist der ‚Delirant‘ nur ein pulsierender Stern am äußersten Rand des Universums, der in einigen hunderttausend Jahren explodieren oder in sich zusammenfallen könnte?“
(Peter Bradshaw, The Guardian)
„Ein wunderbar maximalistischer Film von opulentem Anspruch, der eigentlich aus fünf bis sechs Filmen besteht, von denen jeder zugleich verspielt und eigenartig ist und Teil einer übergreifenden melancholischen Elegie über den Traum vom Kino des 20. Jahrhunderts und die Leben, die wir darin lebten. […] Für diejenigen, die die Art und Weise vermissen, wie Filme früher auf uns wirkten, ist er eine Erinnerung an die einzigartig paradoxe Freude des Eintauchens und des Sich-Hingebens: eine strahlend schöne filmkundige Lektion in der verlorenen Kunst des Loslassens.“
(Jessica Kiang, Variety)
Internationaler Langfilm