28.04. ‐ 03.05.2026
Sechswochenamt

Sechswochenamt

Jacqueline Jansen

Noch bevor die Welt stillsteht, gerät Lores Leben aus den Fugen: Der Abschied von ihrer Mutter zwingt sie zur Rückkehr ins Elternhaus. Während sie versucht, die Trauer auszuhalten, ohne sich zu verlieren, zieht die Corona-Pandemie der Welt den Stecker. Ausgerechnet jetzt, wo Lore Halt bräuchte, werden Umarmungen zu Risiken, Besuche zu Ausnahmen, Trost zu Abstand.

In dieser doppelten Isolation versucht Lore, das Leben der Verstorbenen zu ordnen. Zwischen Formularen und Familienerwartungen ringt sie um einen Abschied, der ihrer Mutter gerecht wird. Der Film folgt ihr durch jene Wochen bis zum titelgebenden „Sechswochenamt“ – der Gedenkmesse sechs Wochen nach dem Tod, wenn Trauer schon Alltag geworden ist und trotzdem noch alles offenliegt.

Aus persönlicher Erfahrung schöpfend beobachtet Regisseurin Jacqueline Jansen, was nach dem Tod eines geliebten Menschen folgt: die Überforderung, die Wut, die Komik des Absurden. Sechswochenamt ist schonungslos in der Genauigkeit, authentisch in den Details und gerade deshalb tröstlich: weil der Film nichts beschönigt, aber dem Schmerz eine Form gibt. Hauptdarstellerin Magdalena Laubisch trägt den Film mit einer fragilen Präsenz, die keinen Moment loslässt.

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Regie Jacqueline Jansen
Land Deutschland
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 98 min
Sprache Deutsch, rheinische Mundart
Sprachfassung OV
Gattung Drama
Produktion Jacqueline Jansen
Produktionsfirma Filmweh
Verleih Piffl Medien GmbH
Darsteller Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot, Suzanne Ziellenbach
Kamera Markus Ott
Drehbuch Jacqueline Jansen
Montage Simon Dopslaf, Jacqueline Jansen
Ton Bernhard Joest
Musik Anna Kühlein
Sound Design Johannes Kunz
Szenenbild Sophie Rohm


Filmfest München 2025: Beste Nachwuchs- produzentin und schauspielerin, FIPRESCI-Preis

Über die Regisseurin

Jacqueline Jansen folgte keinem klassischen Ausbildungsweg, sondern dem der Autodidaktin. Seit 2013 arbeitet sie an über vierzig nationalen und internationalen Filmsets und assistierte unter anderem Tom Tykwer, Jan Ole Gerster und Julia von Heinz. Ihr Spielfilmdebüt Sechswochenamt entwickelte sie in den Anfängen der Pandemie und überwiegend ohne institutionelle Förderung.

Pressestimmen

„Ihr fokussiertes sozialrealistisches Spielfilmdebüt erinnert daran, was das junge Filmemachen jenseits aller Förderstrukturen und Produktionskonventionen im Grunde ausmacht: Beschränkung auf das Wesentliche, Zutrauen in die eigenen Erfahrungen, Wahrhaftigkeit, radikale Zärtlichkeit – und ein offener, genauer Blick.“ (Joachim Kurz, kino-zeit.de)



HESSENPREMIERE
In Anwesenheit des Kameramanns

Zukunft Deutscher Film

Sechswochenamt
© Filmweh, Markus Ott
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