Staatsschutz
Faraz Shariat
Die Vorstellung am Eröffnungsabend ist ausverkauft. Tickets am Mi., 29.4., und Sa., 2.5., sind weiterhin verfügbar.
Wie objektiv ist die deutsche Justiz? Die junge Staatsanwältin Seyo Kim ermittelt gegen rechten Terror in Ostdeutschland und wird selbst Ziel eines rassistischen Anschlags, den sie nur knapp überlebt. Bei den Ermittlungen in eigener Sache geht sie hohe Risiken ein, um ein rechtes Netzwerk und institutionellen Rassismus aufzudecken.
Nach seinem vielfach ausgezeichneten Debüt Futur Drei bewegt sich Faraz Shariat in seinem zweiten Spielfilm souverän zwischen spannendem Politthriller und beklemmender Realität. Das Drehbuch von Claudia Schaefer, Jee-Un Kim und Sun-Ju Choi basiert auf jahrelanger Recherche. Ohne einen konkreten Fall nachzuerzählen, bleibt der Film doch tief in der Realität verwurzelt. Zur Vorbereitung traf sich Shariat mit Nebenklage-Anwälten aus Verfahren zu Brandanschlägen und aus dem NSU-Prozess. Ihre Erfahrungen dienten als Vorbilder für eine engagierte Anwältin, die im Film von Julia Jentsch dargestellt wird. In der Hauptrolle verkörpert Chen Emilie Yan mit großer Intensität die Staatsanwältin, die zur Anklägerin und Kämpferin wird. Eine vielschichtige Frauen-Figur zwischen kühler Sachlichkeit, Wut, Verletzlichkeit und zähem Gerechtigkeitssinn.
29. April 2026
20:30 Uhr, Filmforum Höchst
Mehr Informationen
| Regie | Faraz Shariat |
| Land | Deutschland |
| Produktionsjahr | 2026 |
| Spieldauer | 113 min |
| Sprache | Deutsch, Koreanisch |
| Sprachfassung | OV |
| Gattung | Thriller, Drama |
| Produktion | Paulina Lorenz, Jorgo Narjes, Faraz Shariat |
| Produktionsfirma | ZDF, Das kleine Fernsehspiel, ARTE |
| Verleih | Plaion Pictures |
| Darsteller | Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak |
| Kamera | Lotta Kilian |
| Drehbuch | Claudia Schaefer, Dr. Sun-Ju Choi, Jee-Un Kim |
| Montage | Friederike Hohmuth |
| Ton | Henning Hein |
| Musik | Gabríel Ólafs |
| Szenenbild | Dario Mendez Acosta |
Berlinale 2026: Panorama Publikumspreis
Über die Regie
Faraz Shariat, geboren 1994 in Köln, studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim. Er ist einer der Co-Gründer des Filmkollektivs Jünglinge. Sein Spielfilmdebüt Futur Drei präsentierte er 2020 auf der Berlinale und gewann den Teddy Award sowie den First Step Award für den besten abendfüllenden Spielfilm. Shariat führte bei mehreren Folgen der Jugendserie Druck Regie und produzierte unter anderem die Comedy Serie Schwarze Früchte. Staatsschutz gewann bei der Berlinale 2026 den Panorama-Publikum-Preis.
Pressestimmen
"Der Film weckt Unbehagen und ist damit genau die Art von politischem, widerständigem Kino, das wir in dieser Zeit brauchen. Shariat erlaubt es sich, mit Genreelementen zu spielen, die bei falscher Dosierung auch zu einer Banalisierung des Sujets hätten führen können. Es gelingt ihm aber, exakt die richtige Mischung aus realer Betrachtung und von Wut und Gerechtigkeitssinn erfülltem Thriller zu finden." (Andreas Köhnemann, kino-Zeit.de)
"Ein Werk, das der (institutionellen) Ohnmacht gegen den Rechtsruck und dessen Verharmlosung persönliches Engagement und Solidarität unter den Opfern entgegenstellt und mit Genrevibes die Angst aufbricht." (Jens Balkenborg, taz)
HESSENPREMIERE
Am 28.04.: in Anwesenheit des Regisseurs Faraz Shariat, der Hauptdarstellerin Chen Emilie Yan, der Produzentin Paulina Lorenz und der Drehbuchautorin Claudia Schaefer
Zukunft Deutscher Film