28.04. ‐ 03.05.2026
The Great Arch

The Great Arch

(L'Inconnu de la Grande Arche)

Stéphane Demoustier

Die Grand Arche („großer Bogen“) ist ein monumentales Bauwerk aus Glas, Marmor und Beton an der Peripherie von Paris, 110 Meter hoch, in Blickachse zum Arc de Triomphe, eingeweiht und geplant zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution im Jahr 1989. Den Wettbewerb des Renommierprojekts von Präsident Mitterand gewann 1983 kein Stararchitekt, sondern der völlig unbekannte Däne Johann Otto von Spreckelsen, der bis dato gerade mal sein Zuhause und vier Kirchen gebaut hatte.

Der Film von Stéphane Demoustier (der einen Roman von Laurence Cossé verfilmt hat) zeichnet Spreckelsen (Claes Bang) als einen Menschen mit einer künstlerischen Vision, die er kompromisslos zu verteidigen sucht. Sein Gegenspieler ist Mitterands Berater Subilon (Xavier Dolan), ein Bürokrat, der vor allem die Kosten im Blick hat. Auseinandersetzungen um Baumaterialien, Dimensionen und Nutzung sind vorprogrammiert und entladen sich mitunter lautstark. Spreckelsen (den alle nur „Otto“ nennen) isoliert sich immer mehr, traut auch seinem Projektmanager Andreu (Swann Arlaud) nicht mehr. Im Spannungsfeld des durchaus auch humorvollen Films steht, wie der architektonische Traum auf die Realität prallt, wie Kunst und Politik aufeinander treffen. Und das, wie wir wissen, selten zum besten der Kunst.

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Regie Stéphane Demoustier
Land Frankreich, Dänemark
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 106 min
Sprache Französisch, Dänisch
Sprachfassung OmU
Gattung Drama
Produktion Muriel Meynard, Marie Gade Denessen
Produktionsfirma Agat Films - Ex Nihilo
Koproduktion Zentropa, France 3 Cinema, Le Pacte
Verleih Le Pacte
Darsteller Claes Bang, Michel Fau, Sidse Babett Knudsen, Xavier Dolan, Swann Arlaud
Kamera David Chambille
Drehbuch Stéphane Demoustier
Montage Damien Maestraggi
Ton Julien Sicart Tan-Ham, Sarah Lelu, Eddie Simonsen, Johannes Rasmus Rose
Musik Olivier Marguerit
Sound Design Johannes Rasmus Rose, Eddie Simonsen

Präsentiert von:

Institut Francais

Über den Regisseur

Stéphane Demoustier, geboren 1977, ist ein französischer Filmregisseur und -produzent. Nach einem Studium der Politikwissenschaft drehte er Dokumentarfilme für die Architekturabteilung des französischen Kulturministeriums. Er hat, neben vielen Kurzfilmen, vor The Great Arch vier Spielfilme gedreht: 40-Love (2014), Cléo & Paul (2018), The Girl with a Bracelet (2019), für den er einen César gewann, und Borgo (2023). Als Produzent war er unter anderem für Der Sommer mit Anaïs (2021), das Spielfilmdebüt von Charline Bourgeois-Tacquet, verantwortlich.

Pressestimmen

"Es gelingt Stéphane Demoustier, einem (Architektur-)uninformierten Publikum die feinsten Nuancen zu vermitteln, indem er einen komödiantische Handlungsstrang verfolgt, der auch vor der französischen Präsidialelite und ihrer Gefolgschaft aus hochrangigen Beamten nicht zurückschreckt. Es ist diese Verbindung von Tristesse und Glanz, die dem Film seine verführerische Ausgewogenheit, seine Lebendigkeit und seinen Charme verleiht." (Cineuropa)

"Zwischen dem menschlichen Drama und dem architektonischen Fresko lädt der Film den Betrachter ein, das Bauwerk– in allen Phasen seiner Entstehung – zu betrachten, vor allem aber den Mann zu verstehen, der es sich vorgestellt hat, und die Prüfungen, die er durchgemacht hat. Im quadratischen Format gedreht, umschließt der Film buchstäblich seine Charaktere im Rahmen, als ob er daran erinnern wolle, dass hinter der Monumentalität des Gebäudes ein Prozess der langen, eingeschränkten und tief komplexen Konstruktion verborgen ist." (Vogue France)



Mit einer Einführung von Oliver Elser (DAM)

Internationaler Langfilm

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