28.04. ‐ 03.05.2026
The Love That Remains

The Love That Remains

(Ástin sem eftir er)

Hlynur Pálmason

Anna und Magnus sind dabei, sich zu trennen. Warum genau, das enthüllt der neue Film des Isländers Hlynur Pálmason nie. Magnus, genannt Maggi, fährt auf einem Fischtrawler und ist sowieso immer eine lange Zeit weg. Anna ist Künstlerin und stellt großformatige, abstrakte Bilder her, die sie durch Verwitterung von Eisenblech auf Leinwand gewinnt. Die drei Kinder gehen sowieso ihren eigenen Weg und machen sich so ihre Gedanken. Das Familienleben geht irgendwie weiter, mit Ausflügen und gemeinsamem Essen. Es bleibt ab und an ein erotischer Reiz, eine Vertrautheit und eine gewisse Verantwortung. Hlynur Pálmason gehört zu den Shootingstars des isländischen Kinos der letzten Jahre, der mit jedem Film etwas Neues wagt. Weißer, weißer Tag (2019) war ein eindringlicher Rachethriller, in Godland (2022) über einen aus Dänemark auf die Insel geschickten Geistlichen spielten Fotografien eine große Rolle. In seinem neuen Film, der sich über ein Jahr erstreckt, kultiviert er, neben vielen Alltagsszenen, einen skurrilen bis surrealen Humor. Und so wie die Kunstwerke von Anna das Draußen zum Verrosten benötigen, so bezieht der Film in spektakulären 35-mm-Bildern die Landschaft Islands als Mitspieler ein.

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Regie Hlynur Pálmason
Land Island/Dänemark/Schweden/ Frankreich
Produktionsjahr 2025
Spieldauer 109 min
Sprache Isländisch
Sprachfassung OmdU
Gattung Drama, Komödie
Produktion Anton Máni Svansson, Katrin Pors, Rémi Burah
Produktionsfirma Still Vivid, Snowglobe Films, Hobab, Maneki Films, Film i Väst, ARTE
Koproduktion Mikkel Jersin, Kristina Börjeson, Didar Domehri, Eva Jakobsen, Anthony Muir, Olivier Père, Nima Yousefi
Verleih Plaion
Darsteller Panda, Saga Garðarsdóttir, Sverrir Gudnason, Ingvar E. Sigurðsson
Kamera Hlynur Pálmason
Drehbuch Hlynur Pálmason
Montage Julius Krebs Damsbo
Ton Pétur Einarsson
Musik Harry Hunt
Sound Design Heikki Kossi, Dennis Leonard, Björn Viktorsson
Szenenbild Frosti Fridriksson


CANNES 2025: BESTER HUND

Über den Regisseur

Der isländische Regisseur, bildende Künstler und Visual Artist Hlynur Pálmason, geboren 1984, absolvierte ein Regiestudium an der Nationalen Filmschule Dänemarks, das er 2013 mit dem Kurzfilm A Painter (2013) abschloss. Nach weiteren kurzen Arbeiten stellte er 2017 in Locarno Winter Brothers vor. Sein zweiter Film A White, White Day, eine Rachegeschichte, hatte seine Premiere in Cannes und gewann den Hauptpreis bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. In Godland (2022) folgt er einem jungen dänischen Priester im 19. Jahrhundert, der in einen abgelegenen Teil Islands reist, um dort eine Kirche zu bauen. In allen seinen Filmen spielt Natur eine wichtige Rolle.

Pressestimmen

"Pálmasons wehmütige Kompositionen, die sich oft in wunderschönen, statischen Bildern entfalten, nehmen interessante Nuancen an, ganz gleich, ob er sich für einen Alltagsrealismus entscheidet oder für jene Fantasieflüge, wie man sie sonst nur aus Roy-Andersson-Filmen kennt. Das Ganze wirkt so unglaublich traurig, aber auch warmherzig und bereichernd – ganz so, wie wenn wir uns an unsere eigene Kindheit oder an Beziehungen erinnern, die nicht funktioniert haben." (RogerEbert.com)

"Pálmason beleuchtet diesen schleichenden Zerfall mit Wärme und Mitgefühl für alle Beteiligten und hat dabei ein offenes Ohr für vereinzelte Momente der Ruhe oder Freude, die selbst inmitten größerer emotionaler Turbulenzen auftauchen." (Variety)



Internationaler Langfilm

The Love That Remains
The Love That Remains
The Love That Remains
The Love That Remains
The Love That Remains
The Love That Remains