The Woman Who Poked the Leopard
Patience Nitumwesiga
Stella Nyanzi ist feministische Aktivistin, Anthropologin und Dichterin, die mit „radical rudeness“ politisch provoziert. Für ein vulgäres Gedicht, dass den ugandischen Diktator Yoweri Museveni und die staatlichen Repressionen und den Militarismus ihres Heimatlandes kritisiert, wird sie verfolgt und inhaftiert.
Nach ihrer Rückkehr strebt Nyanzi selbst eine Karriere als Politikerin an. Im Wahlkampf mobilisiert sie Gleichgesinnte, vertritt radikale Meinungen und nutzt zivilen Ungehorsam, ohne sich jemals einschüchtern zu lassen. The Woman who Poked the Leopard zeigt Nyanzis Kampf gegen ein Regime, das seine Opposition einschüchtert, Proteste gewaltsam niederschlägt und dabei keine Verluste scheut.
Handkameras begleiten Nyanzi, sowohl bei der politischen Arbeit als auch in intimen Momenten mit ihrer Familie. Es entsteht ein tobendes Porträt einer Mutter und Dichterin, die furchtlos, laut und immer hoffnungsvoll für eine bessere Zukunft kämpft.
Regisseurin Patience Nitumwesiga wurde im Rahmen der 68. Ausgabe des DOK Leipzig der Preis der DEFA-Stiftung verliehen.
30. April 2026
20:15 Uhr, Kino des DFF
Mehr Informationen
| Regie | Patience Nitumwesiga |
| Land | Uganda, Südafrika, Deutschland, USA |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 107 min |
| Sprache | Englisch, Luganda |
| Sprachfassung | OmeU |
| Gattung | Dokumentarfilm |
| Produktion | Rosie Motene, Phil Wilmot, Patience Nitumwesiga |
| Produktionsfirma | Parabellum Films |
| Koproduktion | Natalia Imaz, Menzi Mhlongo |
| Kamera | Racheal Mambo, Phil Wilmot |
| Montage | Kristen van Schie |
| Ton | Penelope Najuna, Carla Walsh |
| Musik | Sylvia Babirye |
| Sound Design | Sean Peevers |
DOK Leipzig 2025, Preis der DEFA-Stiftung
Präsentiert von:
Über die Regie
Patience Nitumwesiga ist feministische und afrofuturistische Filmemacherin, Theatermacherin, Pädagogin und Künstlerin. Neben der Arbeit an Kurzfilmen, Webserien, Mixed-Media-Kunst und Theaterstücken hat sie mit The Woman Who Poked The Leopard ihr dokumentarisches Langfilmdebüt geschaffen. Nitumwesigas Firma "Shagika" produziert derzeit vier Spielfilme sowie mehrere Kurzfilme und künstlerische Projekte, darunter den Podcast „Mbaganire“, der sich afrikanischen Volksmärchen widmet.
Pressestimmen
„Wir waren tief bewegt von diesem furchtlosen filmischen Porträt einer Aktivistin, die eine ganze Palette starker Gesten und Methoden friedlichen Widerstands und kollektiver Solidarität nutzt. Verwurzelt im besten Direct Cinema, teilt die Filmemacherin die Risiken, Gefahren und Schmerzen dieses Kampfes, während sie ihre Protagonistin durch Jahre des Widerstands und schließlich ins Exil in Deutschland begleitet. Die Arbeit positioniert den Dokumentarfilm an der Schwelle zwischen Aktivismus und Intimität und macht so deutlich, wie der politische Kampf ins Privatleben einsickert und sich auf die Kinder ausweitet, die allmählich ihr Recht auf Liebe, Fürsorge und Veränderung einfordern. In Augenblicken brennenden poetischen Widerstands wird dieser Film zum unüberhörbaren Sprachrohr für Forderungen gegen Ungerechtigkeit und Korruption, konfrontiert Tyrannei mit Wahrheit und holt sich die Stimme einer Generation zurück, die sich nicht zum Schweigen bringen lässt.“ (Jury DOK Leipzig 2025)
In Anwesenheit der Protagonistin
Internationaler Langfilm