28.04. ‐ 03.05.2026
Tristan Forever

Tristan Forever

Tobias Nölle, Loran Bonnardot

Zeit steht still auf Tristan da Cunha – der entlegensten bewohnten Insel der Welt. Jeder kennt jeden, selten gibt es Überraschungen oder Neuankömmlinge. Doch dann ist da Loran Bonnardot: Der Arzt aus Paris hat über Jahre eine enge Freundschaft zu einem der insularen Fischer gehegt und sich nun dazu entschieden, nach Tristan zu ziehen – für immer. Aber zuerst muss ihn die enge Gemeinschaft akzeptieren. Er übt sich in der Kunst der Einsamkeit, schließt Freundschaft mit einem Pinguin und findet zwischen Schnitzereien und Liebeleien langsam seinen Platz auf Tristan. Doch es geschieht Unvorhersehbares auf diesem verwunschenen Vulkan mitten im Nirgendwo.

Die lange Schifffahrt von Kapstadt nach Tristan, die Abende allein, das endlose Meer in alle Himmelrichtungen – Tristan Forever entwickelt sich langsam aber stetig zum hypnotischen Sog. Was als simple Dokumentation beginnt wird bald absurd, philosophisch, existenziell, sogar fiktional?

Regisseur Tobias Nölle lässt sich dabei auf ein filmisches Experiment ein. Mit viel Ausdauer und minimalen Mitteln – technisch sowie dramaturgisch – entsteht eine Geschichte, in der die Grenzen von Dokumentation im Nebel der Insel verschwimmen.

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Regie Tobias Nölle, Loran Bonnardot
Land Schweiz
Produktionsjahr 2026
Spieldauer 90 min
Sprache Englisch, Französisch
Sprachfassung OmdU
Gattung Dokumentarfilm
Produktion Christof Neracher
Produktionsfirma hugofilm features
Verleih Rediance
Darsteller Loran Bonnardot, Martin Green, Glenda Rogers
Kamera Tobias Nölle
Drehbuch Tobias Nölle, Loran Bonnardot
Montage Tobias Nölle, Aurora Vögeli
Ton Linus Rieser
Musik Michael Sauter
Sound Design Oscar van Hoogevest

Über den Regisseur

Tobias Nölle ist ein Regisseur aus der Schweiz. Von 2000 bis 2004 studierte er an der School of Visual Arts, New York. Sein Kurzfilm René (2007) gewann den Goldenen Leoparden in Locarno, sein Spielfilmdebüt Aloys (2016) den FIPRESCI-Preis auf der Berlinale. Er ist Mitbegründer des Schweizer Filmemacher-Kollektivs 8horses. Er lebt und arbeitet in Zürich und Berlin. Sein neuester Film Tristan Forever (2026) prämierte dieses Jahr auf der Berlinale in der Sektion Panorama.

Pressestimmen

"Die Insel selbst ist spektakulär, mit saftigem Laubwerk an den Seiten des Vulkans, der oft in Nebel gehüllt ist, was für beeindruckende Bilder sorgt. [...] Es ist ein isoliertes Paradies, an dem zu bleiben eine Herausforderung ist, was in der leicht variierenden, atmosphärischen Musik von Michael Sauter elegant aufgegriffen wird. All das macht Tristan Forever zu einem zum Nachdenken anregenden Doku-Fiction-Film und einem meisterhaft geschaffenem Werk." (Vladan Petkovic, cineuropa)

"Es gibt unvergessliche Bilder im Film, [...] die die Einzigartigkeit von Tristan da Cunha unterstreichen. An einer Stelle kommentiert jemand, dass es schwer zu glauben ist, dass die Insel existiert. [...] Es ist diese ziemlich existenzielle Reise, die Tristan Forever zu einem mitreißenden Film macht. Wahrscheinlich hoffen die meisten von uns, dass es einen perfekten Ort gibt, an dem alles für uns Sinn ergibt. Das ist genauso ehrgeizig wie irrational." (Dan Mecca, The Film Stage)



Internationaler Langfilm

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