Urchin
Harris Dickinson
„Voyage, voyage“ – Mike führt ein unstetes Leben auf der Straße, wo er gezwungen ist, Überlebenskünstler zu sein. Gefangen zwischen Beschaffung, Sucht, Wut, Gewalt, Arbeitssuche und Sozialamt verliert er sich in seiner endlosen, selbstzerstörerischen Abwärtsspirale mehr und mehr. Nach einem Raubüberfall und Gefängnisaufenthalt möchte er sein Leben wieder auf Vordermann bringen. Neue Freunde, eine feste Arbeit; das Ziel scheint zum Greifen nahe. Doch in den Berg- und Talfahrten, die sein Alltag mit sich bringt, geht er immer wieder über Bord und merkt, wie seine Dämonen ihn in die schwarze Tiefe zeihen – kann er den Lastern seiner Vergangenheit entkommen?
Das Debütwerk von Starschauspieler Harris Dickinson (Triangle of Sadness, Babygirl) überraschte das Publikum in Cannes positiv und bescherte Frank Dillane die Auszeichnung zum besten Schauspieler.
29. April 2026
19:30 Uhr, Elysee 1 im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Harris Dickinson |
| Land | Großbritannien, USA |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 100 min |
| Sprache | Englisch |
| Sprachfassung | OmeU |
| Gattung | Drama |
| Produktion | Archie Pearch, Scott O'Donnell, Eva Yates, Phoebe McNally, Elizabeth Rufai |
| Produktionsfirma | Devisio |
| Verleih | Charades |
| Darsteller | Frank Dillane, Megan Northam, Karyna Khymchuk, Shonagh Marie |
| Kamera | Josée Deshaies |
| Drehbuch | Harris Dickinson |
| Montage | Rafael Torres Calderón |
| Ton | Steve Single |
| Musik | Alan Myson |
| Sound Design | Michael Ling |
| Szenenbild | Anna Rhodes, Abbie Kornstein |
CANNES 2025: BESTER SCHAUSPIELER, FIPRESCI PREIS
Präsentiert von:
Über den Regisseur
Harris Dickinson ist ein britischer Schauspieler, Model und Filmemacher.
Pressestimmen:
"Harris Dickinson bietet ein wunderbar beeindruckendes Debüt als Autor und Regisseur mit diesem intelligenten und einfühlsamen Film über Obdachlosigkeit. Er ist einnehmend, mitfühlend gespielt und durchzogen von aufrichtig witzigen Momenten sowie mysteriösen und halluzinatorischen Sequenzen. Es fordert die Vorstellung der Habenden heraus, die das ansteckende Risiko des Kontakts mit Nicht-Habenden befürchten." (Peter Bradshaw, The Guardian)
"Die bruchstückhafte Erzählweise bringt uns oft dazu, Empathie, Frust und Gereiztheit so zu fühlen, dass Urchin in Erinnerung bleibt. Dickinson bringt diese Herangehenweise zusammen mit fazinierenden Bildern und Sequenzen, die sich oft anfühlen, als gehörten sie in einen komplett anderen Film. [...] Frank Dillane geht einen Schritt weiter und nimmt uns auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit, wenn seine Figur in Instabilität und kurze Glücksmomente hinein- und aus ihnen wieder hinausstürzt. Allein seine Darbietung ist es wert, sich durch das schmerzhafte Bewusstsein darüber zu kämpfen, wie wir über Abhängigkeit und Obdachlosigkeit urteilen." (Patrice Witherspoon, ScreenRant)
Internationaler Langfilm