Vitrival
The Most Beautiful Village in the World
Noëlle Bastin, Baptiste Bogaert
Vitrival – das schönste Dorf der Welt? Eigentlich ist Vitrival ziemlich gewöhnlich. Mehr als Kirchenchor, Paraden und das gelegentliche Bad im Jacuzzi der Nachbar*innen kann man dort nicht erleben. Doch die gemächliche Idylle zerplatzt, als immer mehr obszöne Graffiti auf den Wänden der Dorfgemeinschaft auftauchen. Als dann noch rätselhafte Suizide dazukommen, sehen sich die Polizisten Benjamin und Petit Pierre dazu berufen, wieder für Ruhe und Frieden zu sorgen.
Mit Vitrival schafft das Regieduo um Noëlle Bastin und Baptiste Bogaert einen ehrlichen und komischen Film über dörfliches Leben. Ein Sammelsurium an schrägen Figuren erhellt die düsteren Themen des Films: Zwei Cousins, die als Polizisten einen eher tollpatschigen Eindruck machen, die selbsternannte Oldie-Bürger*innenwehr, die private Mülltonnen nach Spraydosen durchwühlt, und dann ist da noch die Schwester von Petit Pierre, die laut trommelnd durchs Dorf zieht und alle nervt. Zwischen psychischer Belastung, familiären Verstrickungen und nachbarschaftlicher Nähe entfaltet sich eine Geschichte über die Absurditäten des Dorflebens. Ein ehrliches Porträt über das lethargisch schöne Leben einer Community am Arsch der Welt.
1. Mai 2026
20:00 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Noëlle Bastin, Baptiste Bogaert |
| Land | Belgien |
| Produktionsjahr | 2025 |
| Spieldauer | 111 min |
| Sprache | Französisch |
| Sprachfassung | OmeU |
| Gattung | Tragikomödie, Komödie |
| Produktion | Beata Saboova, Vincent Metzinger |
| Produktionsfirma | Naoko Films |
| Verleih | Patra Spanou Film |
| Darsteller | Pierre Bastin, Benjamin Lambillotte |
| Kamera | Baptiste Bogaert, Marie Merlant |
| Drehbuch | Noëlle Bastin, Baptiste Bogaert |
| Montage | Noëlle Bastin, Baptiste Bogaert |
Film Festival ROTTERDAM 2025, BRÜSSEL 2025: BESTES SCHAUSPIEL
Präsentiert von:
Über die Regie
Vitrival ist der erste Langfilm des belgischen Regieduos Baptiste Bogaert und Noëlle Bastin. Bogaert studierte Filmwissenschaft und Fotografie und arbeitete zunächst in der öffentlichen Verwaltung, bevor sich vollständig dem Film widmete. Bastin arbeitete als Französischlehrerein, was als Inspiration für ihren ersten gemeinsamen Kurzfilm The School Yard (2017) diente. Die Arbeit der beiden thematisiert oft echte Orte, Situationen und Menschen, und ihre Filme lassen die Grenze zwischen Fiktion und Dokumentation zerfließen.
Pressestimmen
"Der Film von Noëlle Bastin und Baptiste Bogaert ist ein herrlich trockener Genuss. Die Filmemacher drehen in einer Gegend, die sie gut kennen, und beschäftigen Einheimische – von denen sie mit vielen bereits zuvor zusammengearbeitet haben. Sie legen weniger Wert auf den Verlauf der polizeilichen Ermittlungen, sondern konzentrieren sich stattdessen auf Beobachtungen des Dorflebens und schöpfen ihren Humor aus den Eigenheiten, kleinen Rivalitäten und seltsamen Charakterzügen der Bevölkerung" (Vanja Kaludjercic, iffr.com)
"Das humorvoll-trockene Spielfilmdebüt des Künstler- und Filmemacher-Duos, Noelle Bastin und Baptiste Bogaert, meistert eine schwierige stilistische Balance: Es ist witzig, ohne ins Skurrile abzugleiten; scharfsinnig und genau beobachtet, aber niemals spöttisch." (Wendy Ide, screendaily.com)
DEUTSCHLANDPREMIERE
In Anwesenheit der Regie
Internationaler Langfilm