Was an Empfindsamkeit bleibt
Daniela Magnani Hüller
Eine Tat, deren Unfassbarkeit nicht verschwindet. Vierzehn Jahre nach einem versuchten Femizid nimmt Daniela Magnani Hüller die Fragen wieder auf, die nie aufgehört haben in ihr zu arbeiten. Als Überlebende spricht sie mit ehemaligen Lehrkräften und Mitschülerinnen, Kommissaren und Ärzten, die sie vor und nach der Tat begleitet haben. Beeindruckt gefasst rekonstruiert sie Vorgänge und Versagen. Wie konnte ihr Umfeld den jugendlichen Täter gewähren lassen? Wie wurde der Mordversuch juristisch verfolgt und wie reicht er bis in die Gegenwart?
Dazwischen schieben sich assoziative Bildcollagen und Voiceover-Texte: Bilder der Empfindsamkeit, die Erinnerungen freilegen und den Horizont eines Lebens ohne Angst öffnen. Die Spuren des Traumas sind spürbar – aber der Film liefert sie nicht aus. So wird der Film zur visuellen Reise zu ihr selbst: Ihr Gesicht entzieht sich lange der Kamera, weg vom Opferbild, hin zu einer Erzählweise, die die Bedingungen der Tat freilegt. Hüller bittet nicht um Mitleid, sondern fordert Genauigkeit. Und geht beharrlich der Frage nach: Wer trägt Verantwortung?
3. Mai 2026
18:00 Uhr, Elysee 2 im Festivalzentrum
Mehr Informationen
| Regie | Daniela Magnani Hüller |
| Land | Deutschland |
| Spieldauer | 91 min |
| Sprache | Deutsch, Portugiesisch |
| Sprachfassung | OV |
| Gattung | Dokumentarfilm |
| Produktion | Birgit Schulz |
| Produktionsfirma | Bildersturm Filmproduktion |
| Verleih | RFF – Real Fiction Filmverleih |
| Kamera | Noah Böhm |
| Drehbuch | Daniela Magnani Hüller |
| Montage | Melanie Jilg |
| Sound Design | Andrew Mottl |
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Über die Regisseurin
Daniela Magnani Hüller studierte Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Sie hat mehrere Kurzfilme geschrieben, inszeniert und geschnitten. 2023 erhielt sie den DOK.Talent-Preis beim internationalen Dokumentarfilmfestival DOK.fest München. Ihr Langfilmdebüt Was an Empfindsamkeit bleibt ist ein autobiografischer Dokumentarfilm.
HESSENPREMIERE
Q&A mit der Regisseurin
Zukunft Deutscher Film