10.05. ‐ 15.05.2022

Zum Tod meiner Mutter

Jessica Krummacher

Kerstin will nicht mehr – der Entschluss der todkranken Frau steht fest: Sie will möglichst schnell ihrem Leid ein Ende setzen und dafür nichts mehr essen und trinken. Ihre Tochter Juliane begleitet sie dabei. Gleich zu Beginn steht der Ausgang von Zum Tod meiner Mutter fest. Ganz langsam nimmt sie Abschied, in Stille ist sie bei ihrer Mutter, am Bett im Pflegeheim. Sie möchte ihr helfen und doch weiß sie, das ersehnte Sterben kann sie ihrer Mutter nicht abnehmen. Aus Tagen werden Wochen. Tiefergreifend rücken die beiden immer näher, körperlich und geistig, vereint in dem Wunsch, dass es bald vorbei sein wird. Aus persönlichen Erlebnissen hat Jessica Krummacher einen dokumentarisch anmutenden Film und ein Plädoyer für die freie Entscheidung, wann man sterben will, geschaffen. Auf besonders eindringliche Art konfrontiert sie das Publikum mit dem Tod. Doch es ist weniger der Schrecken des Verlustes, den die Regisseurin in den Fokus rückt. Vielmehr fängt sie den Akt des Abschiednehmens ein, die Liebe, Gesten und Worte, die zuvor so häufig unausgesprochen blieben und jetzt im Angesicht des Todes offenbar werden.

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Regie Jessica Krummacher
Land Deutschland
Jahr 2022
Spieldauer 135 min
Sprache Deutsch
Produktion Tobias Walker, Philipp Worm, Walker+Worm Film
Darsteller Birte Schnöink, Elsie de Brauw, Susanne Bredehöft, Christian Löber, Gina Haller, Johanna Orsini, Hede Beck
Kamera Gerald Kerkletz
Drehbuch Jessica Krummacher
Schnitt Anne Fabini
Ton Johannes Schmelzer-Ziringer
Sound Design Matz Müller


Weltpremiere in der Sektion Encounters – Berlinale 2022

Pressestimmen

„Das Sterbebegleitungsdrama ,Vom Tod meiner Mutter‘ [sic!] zählt zu den eindrucksvollsten Filmen der diesjährigen Berlinale. [...] Die Angst davor, was danach kommt. Die Angst vor der Dunkelheit. Die Sehnsucht nach einer Verbindung, die hält über das Ende dieses zweieinhalbstündigen Requiems hinaus. Das trifft einen selbst dann ins Mark, wenn man selbst über Erfahrungswissen verfügt. Den Vater hat gehen sehen oder Mutter. Was sich der Intensität, der Unerschrockenheit verdankt, mit der sich die Schauspielerinnen Birte Schnöink und Elsie de Brauw Juliane und Kerstin anverwandelt haben. Man vergisst dabei sogar immer mal wieder, dass man keinen Dokumentar-, sondern einen Spielfilm schaut. Und erschrickt geradezu, wenn es einem wieder einfällt.“(Elmar Krekeler, welt.de)



Hessenpremiere

(in Anwesenheit der Regisseurin)

Zukunft Deutscher Film