10.05. ‐ 15.05.2022

2. Kongress
ZUKUNFT DEUTSCHER FILM / FORUM EUROPA
01. - 03. Dezember 2021
Frankfurt am Main

DIE „FRANKFURTER POSITIONEN ZUR ZUKUNFT DES DEUTSCHEN FILMS”, DIE IM RAHMEN DES LICHTER FILMFESTS 2018 ENTSTANDEN SIND, HABEN DIE FILMPOLITISCHE DEBATTE IN DEUTSCHLAND EINEN WICHTIGEN SCHRITT VORANGEBRACHT. DIESEN ANSATZ WOLLEN WIR 2021 WEITER VERFOLGEN UND AUCH AUS EINER GESAMTEUROPÄISCHEN PERSPEKTIVE BETRACHTEN.

Die deutsche Filmförderung steckt nicht erst seit der COVID-19 Pandemie in einer der größten Krisen ihre Geschichte. In der Branche herrscht große Unzufriedenheit, weil sie weder die wirtschaftlichen noch die kulturellen Erwartungen, die an sie gestellt werden, erfüllen kann. Die kritischen Stimmen, denen der neue Entwurf für eine „kleine Novelle“ des Filmförderungsgesetzes nicht weit genug geht, sind momentan nicht zu überhören. Die Förderung vom Bund soll eigentlich wichtige Impulse geben. Zu ihrer Aufgabe gehört aber auch, die Auswirkungen der Corona-Krise für die deutsche Film- und Kinowirtschaft abzumildern. Zusammengenommen bilden beide Aufgaben ein gefährliches Gemisch, das die Filmbranche auf Jahre hinaus schwächen kann.

Die Debatte über Filmförderung wird aber nicht nur in Deutschland geführt. In vielen europäischen Ländern stehen die derzeitigen Mechanismen auf dem Prüfstand - aus jeweils unterschiedlichen Gründen. Bei vielen Punkten aber besteht überall Gesprächsbedarf. Wir wollen die Akteure zusammenbringen und über diese Punkte einen Austausch anregen: Was funktioniert wo am besten, welche Modelle zur Sichtbarmachung von Filmkultur gibt es, wo können über die Landesgrenzen hinweg Bündnisse auf dem Weg zu einer wirklichen europäischen gebildet werden? Hat die Filmkultur in Europa überhaupt Gemeinsamkeiten oder müssen diese erst noch geschaffen werden? Welchen Beitrag kann die Filmkultur leisten, um eine gemeinsame europäische Identität zu entwickeln bzw. zu stärken?