18.04. ‐ 23.04.2023

Filmreihe Zukunft Deutscher Film

Wenn über die Zukunft des deutschen Films gesprochen wird, denkt man zumeist an junge Filmschaffende. Um ihre Filme zu zeigen und zu unterstützen, werden nicht wenige Nachwuchspreise ausgelobt. Aber wie steht es um die Zukunft des deutschen Films unabhängig vom biologischen Alter seiner Filmschaffenden? 

Darum geht es bei der Filmreihe ZUKUNFT DEUTSCHER FILM. Ihre Kuration stellt den deutschen Film selbst in den Mittelpunkt! Sie will seine Chancen und Entwicklungslinien aufspüren, ihn dort bestärken, wo er sich künstlerisch am meisten zutraut, um schließlich aufzuzeigen, dass der deutsche Film in seinen gelungensten Fällen weitaus besser ist als sein Ruf.

Liebe, D-Mark und Tod

BERLINALE 2022 - GEWINNER PUBLIKUMSPREIS

Regie: Cem Kaya
Hessenpremiere
Dokumentarfilm, Deutschland 2022, 96 Min.
Sprache: Deutsch, Türkisch, Englisch mit englischen Untertiteln
Ort: Cantate-Saal // DI, 10. Mai - 20:00 Uhr
Ort: Pupille // MI, 11. Mai - 17:15 Uhr


Türkische Gastarbeiter:innen bleiben in Cem Kayas „Aşk, Mark ve Ölüm“, der die Geschichte ihrer 60-jährigen Musikkultur in Deutschland erzählt, keine Fußnote in der vermeintlichen Erfolgsgeschichte des deutschen Wirtschaftswunders, auf die sie so oft reduziert werden. Stattdessen macht der Film ihre Sehnsüchte und ihre Wut auf die Umstände vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte auf eindringliche Weise hör- und sichtbar.

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Blutsauger

IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS (Am Samstag)

Regie: Julian Radlmaier
Spielfilm, Deutschland 2021, 127 Min.
Sprache: Deutsch, Englisch, Russisch
Ort: Mal Seh'n Kino // FR, 13. + SA, 14. + SO 15. Mai - 19:30 Uhr


Im August 1928 wird der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschkaals Trotzki-Darsteller für den Film „Oktober“ des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen, als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. Fortan will der romantische Träumer sein Glück in Hollywood versuchen. Dumm nur, dass er sich genau jetzt in eine exzentrische Millionärin verliebt, die auch noch Blutsauger:innen im Schlepptau hat.

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L'etat et moi

IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS

Regie: Max Linz
Hessenpremiere
Spielfilm, Deutschland 2022, 85 Min.
Sprache: Deutsch, Französisch mit deutschen Untertiteln
Ort: Kino im DFF // DO, 12. Mai - 20:15 Uhr

Richterin Praetorius-Camusot stockt in ihren juristischen Routinen, als bei den Feierlichkeiten der deutsch-französischen Beziehungen ein Exponat aus einem 150-jährigen Schlaf erwacht: Komponist Hans List aus der Pariser Commune sieht ihr zum Verwechseln ähnlich–was eine slapstickartige Kettenreaktion auslöst. Die ZEIT adelte den Film als eines der besten zehn Werke der diesjährigen Berlinale.

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Axiom

WELTPREMIERE BERLINALE IM ENCOUNTERS WETTBEWERB

Regie: Jöns Jönsson
Hessenpremiere
Spielfilm, Deutschland 2022, 112 Min.

Sprache: Deutsch
Ort: Cantate-Saal // MI, 11. Mai - 21:00 Uhr

Julius ist allseits beliebt. Als er seine Arbeitskolleg:innen zu einem Segeltörn auf das Boot seiner adeligen Familie einlädt, scheint ein spannender Ausflug bevorzustehen. Doch kurz bevor es losgeht, erleidet Julius einen epileptischen Anfall und landet im Krankenhaus. Seine Mutter zeigt sich besorgt, weniger um seine Gesundheit als um seine hanebüchene Familiengeschichte. Ist es nur ein Missverständnis, wie Julius behauptet, oder ist er nicht der, der er zu sein vorgibt.

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AEIOU - Das schnelle Alphabet der Liebe

Regie: Nicolette Krebitz
Hessenpremiere
Spielfilm, D/F 2022, 104 Min.
Sprache: Deutsch, Französisch
Ort: Cantate-Saal // DO, 12. Mai - 21:00 Uhr

Die glanzvollen Tage als Schauspielerin sind für die 60-jährige Anna vorbei. Sie lebt allein, hat aber in ihrem Nachbarn Michel einen guten Freund und Vertrauten. Widerwillig nimmt Anna einen Auftrag als Sprachcoach für den 17-jährigen Adrian an. In dem Schüler erkennt sie den jungen Mann, der ihr neulich auf der Straße die Handtasche geklaut hat. Unwiderstehlich–mit diesem Wort lässt sich die leichtfüßig und humorvoll erzählte Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen zwei sehr unterschiedlichen Menschen beschreiben.

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Alle reden übers Wetter

Regie: Annika Pinske
Hessenpremiere
Spielfilm, Deutschland 2022, 89 Min.

Sprache: Deutsch
Ort: Kino im DFF // FR, 13. Mai - 20:30 Uhr

Die 39-jährige Clara ist Philosophiedoktorandin in Berlin. Sie beherrscht die Kunst der Rhetorik, betreibt Hegelforschung und nutzt die wenig verbleibende Zeit mit ihrer geduldigen Teenager-Tochter Emma und ihrer heimlichen Affäre zu einem ihrer Studierenden. Als Clara mit ihrer Tochter zum Geburtstag ihrer Mutter in die mecklenburgische Provinz reist, findet sie sich für kurze Zeit in ihrer Vergangenheit wieder. Wie es ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren?

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Komm mit mir in das Cinema – Die Gregors

IN ANWESENHEIT DER REGISSEURIN

Regie: Alice Agneskirchner
Hessenpremiere
Dokumentarfilme, Deutschland 2022, 155 Min.
Sprache: Deutsch
Ort: Kino im DFF // MI, 11. Mai - 20:00 Uhr

Ein Leben ohne Kino ist möglich, aber sinnlos. Getreu dieser Devise sind Erika und Ulrich Gregor seit 1957 überall auf der Welt unterwegs gewesen, um ungewöhnliche Filme zu finden und nach Berlin zu holen. In Komm mit mir in das Cinema verbinden sich Filmgeschichte und bundesdeutsche Zeitgeschichte mit dem heutigen Leben der Gregors und zeichnen so ein lebhaftes Bild der Filmkultur der letzten 70 Jahre.

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Zum Tod meiner Mutter

WELTPREMIERE IN DER SEKTION ENCOUNTERS – BERLINALE 2022

Regie: Jessica Krummacher
Hessenpremiere
Spielfilm, Deutschland 2022, 135 Min.
Sprache: Deutsch
Ort: Mal Seh'n // DO, 12. Mai - 17:30 Uhr

Kerstin ist todkrank. Um ihrem Leiden ein Ende zu setzen, entscheidet sie sich, nichts mehr zu essen. Ihre Tochter Juliane begleitet sie dabei. Ganz langsam nimmt sie Abschied, in Stille ist sie bei ihrer Mutter, am Bett im Pflegeheim. Sie möchte ihr helfen und doch weiß sie, das ersehnte Sterben kann sie ihrer Mutter nicht abnehmen. Aus Tagen werden Wochen. Auf Basis persönlicher Erlebnisse hat Jessica Krummacher einen dokumentarisch anmutenden Film über die Angst vor dem Verlust und das Abschiednehmen geschaffen.

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Schweigend steht der Wald

BERLINALE 2022 – SEKTION PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO

Regie: Saralisa Volm
Hessenpremiere

Spielfilm, Deutschland 2022, 95 Min.
Sprache: Deutsch
Ort: Eldorado Filmtheater // SA, 14. Mai - 18:00 Uhr

Die talentierte Forstpraktikantin Anja verschlägt es in den Oberpfälzer Wald, an jenen Ort, wo ihr Vater vor 20 Jahren auf ungeklärte Weisespurlos verschwand. Unmittelbar nach ihrer Ankunft geschieht ein grausamer Mord im nahegelegenen Dorf. Anja vermutet, dass die Tat im Zusammenhang mit dem Verschwinden ihres Vaters steht, und beginnt mit ihrer detektivischen Familienzeitreise. Als sie bei ihren Bodenproben eine Anomalie im Erdboden entdeckt, beginnt sich die wohlgehütete Geschichte des Dorfes langsam zu entfalten.

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