"Das Corona-Virus hat uns gelehrt, Fernnähe zu üben.“ – Alexander Kluge im Interview

Wir freuen uns ganz besonders in diesem Jahr ein Highlight des deutschsprachigen Filmschaffens in unserem Programm zu zeigen: Orphea. Von Alexander Kluge und Khavn De La Cruz. Das dürfen Sie nicht verpassen.

Orphea läuft beim LICHTER Filmfest in der Programmreihe "Zukunft Deutscher Film“.


Alexander Kluge gilt als einer der vielseitigsten deutschen Intellektuellen und einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films, den er in Theorie und Praxis mitbegründet und weiterentwickelt hat. Grenzen auszuloten und sie manchmal auch zu sprengen, das beherrscht der Autor, Regisseur und Philosoph aus dem FF. In einer Welt in der aktuell so vieles im Wandel scheint, wirkt sein neuer Film „Orphea“ beinahe wie eine Offenbarung. Grund genug, dass Alexander Kluge im Interview mit Stephan Poll (Rapid Eye Movies) selbst das Wort ergreift:



Orphea sorgte bereits auf der Berlinale 2020 für Aufsehen. In der Hauptrolle die wunderbare, engelsgleiche Lilith StangenbergDie ZEIT schreibt über sie: "Stangenbergs Spiel ist sensationell; allein die Kraft, mit der sie die kleinen Kästen sprengt, in die Kluge sie zwängt, lohnt das Betrachten des Films.“ Das dürfen Sie nicht verpassen.   

Orphea läuft beim LICHTER Filmfest in der Programmreihe "Zukunft Deutscher Film“.


Orphea

Ein Film von Alexander Kluge und Khavn De La Cruz

Interview mit Regisseur Alexander Kluge (zum Festivalstart hier abrufbar)

Geschlechtertausch im Orpheus-Mythos: Eine engelsgleich anmutende Lilith Stangenberg ist gefeierter Star der Underground-Rockszene in den Slums von Manila. Als ihr Euridiko stirbt, folgt sie ihm in die Unterwelt. Mit der Kraft ihrer Songs befreit sie nicht nur ihren Geliebten. Orphea will Unsterblichkeit für jeden.

Alexander Kluge und der philippinische Ausnahmekünstler Khavn sprengen mit diesem Rock-Musical die normierte Vorstellung, was Filmkunst sein kann. Assoziationsketten verpackt in wild gewordenen Montagen und ein Ritt durch die Kulturgeschichte von Adorno bis Ingmar Bergman münden in der Erkenntnis, dass es eine Wendung in Orpheus gescheitertem Totentanz geben muss. Orphea will nicht nur ihre Liebe zurück, sie will auch einen Neubeginn der Kunst. In diesem Sinne sind die beiden Regisseure wahre Romantiker.

Experimenteller Essayfilm, D 2020, OmeU, Dauer: 99 Min., mit: Lilith Stangenberg, Ian Madrigal

SCHAUEN SIE ORPHEA HIER 

Trailer: 

pfeil_simpelpfeil_simpel_obentoggle_2ein_ausfahrenfacebookflickrinstagramkalenderlichter_logolupelupe_plusmarkernewsletterpfeil_linkspfeiltoggle_1playshareticket_plusticketstwitterElement 1