28.04. ‐ 03.05.2026
Staatsschutz

LICHTER-Eröffnungsfilm: Staatsschutz

Staatsschutz
© Lotta Kilian

Faraz Shariats Politthriller Staatsschutz ist ein Film voller Wut und Dringlichkeit über rechte Gewalt und die Frage nach der Neutralität des Staates. Ausgezeichnet bei der Berlinale 2026 mit dem Panorama Publikumspreis, dem Heiner-Carow-Preis und dem CICAE Art Cinema Award, erzählt der Film vom Kampf um Gerechtigkeit gegen institutionelle Widerstände nach.

Für die Eröffnungsvorstellung am Dienstag, 28. April, steht eine limitierte Anzahl an Tickets zur Verfügung. Regisseur Faraz Shariat wird im Anschluss für ein Q&A zu Gast sein. 

Eröffnungsfilm: Staatsschutz
28. April, 20:15 Uhr, MASSIF E

AUSVERKAUFT 


Wiederholungstermin am Samstag, 02. Mai, 16:00 Uhr, Eldorado Filmtheater

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    Staatsschutz
    © Lotta Kilian

    Seyo Kim glaubt an das Recht und an die Autorität der Institutionen. Als die junge Staatsanwältin selbst Ziel eines rassistischen Anschlags wird, beginnt dieses Vertrauen zu bröckeln. Ihr Kampf um Gerechtigkeit führt sie an die Grenzen eines Systems, das Schutz verspricht, aber mit zweierlei Maß misst. Wie weit kann sie gehen, ohne ihre berufliche Integrität aufs Spiel zu setzen?

    Nach seinem vielfach ausgezeichneten Debüt Futur Drei verbindet Faraz Shariat in seinem zweiten Spielfilm Politthriller und Gegenwartsdiagnose zu beklemmendem Kino. Je weiter Seyo Kim den Anschlag verfolgt, desto größere Risiken geht sie ein – und desto tiefer gerät sie in ein Geflecht, in dem sich neonazistische Gewalt und institutioneller Rassismus auf verstörende Weise berühren. Chen Emilie Yan ist in der Hauptrolle eine absolute Entdeckung: mit unbändiger Willensstärke und großer Verletzlichkeit verleiht sie der Staatsanwältin eine große innere Spannung. So entsteht das kraftvolle Porträt einer vielschichtigen Figur, die sich in einem feindlichen System behaupten muss.

    Das Drehbuch von Claudia Schaefer, Jee-Un Kim und Sun-Ju Choi basiert auf jahrelanger Recherche. Ohne einen konkreten Fall nachzuerzählen, bleibt der Film doch tief in der Realität verwurzelt. Zur Vorbereitung traf sich Shariat mit Nebenklage-Anwälten aus Verfahren zu Brandanschlägen und aus dem NSU-Prozess. Ihre Erfahrungen dienten als Vorbilder für eine engagierte Anwältin, die im Film von Julia Jentsch dargestellt wird.