Die Sonneninsel

Thomas Elsaesser

Für die Stadtbevölkerung war sie die „Gemieskersch“, für die Architekturgeschichte eine Ikone des Neuen Frankfurt. Mit der kathedralenhaften Großmarkthalle unterstrich Architekt Martin Elsaesser in den 1920er Jahren Frankfurts Anspruch als europäische Metropole. Stadtbaurat Ernst May versuchte unterdessen mit funktionalistischen Trabantensiedlungen wie der Römerstadt die Wohnungsnot zu lindern. Doch Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus setzten der Arbeit der Reformer ein jähes Ende. May floh in die Sowjetunion, Elsaesser auf eine abgeschiedene Insel im Osten Berlins. Hier verwirklichte der Landschaftsarchitekt Leberecht Migge seine Ideen von Naturverbundenheit und Kreislaufwirtschaft – und führte eine Liebesbeziehung mit Elsaessers Frau Lieselotte. 

Thomas Elsaesser, Enkel des Architekten, erzählt in Die Sonneninsel mit bislang unbekannten Privataufnahmen vom erzwungenen Aussteigerdasein seines Großvaters und einer tragischen Ménage à trois. 

Die Sonneninsel ist eine Ko-Produktion der Frankfurter strandfilm Produktions GmbH und der Frankfurter Martin-Elsaesser-Stiftung. Der Film ist in Zusammenarbeit mit ZDF/3Sat entstanden und wurde von der HessenFilm und Medien GmbH gefördert. 

06. April 2018

18:00 Uhr, Kino im Deutschen Filmmuseum

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Regie Thomas Elsaesser
Entstehungsjahr D 2017
Kategorie Regionaler Langfilmwettbewerb
Spieldauer 89 Min.
Sprache dt. OV
Produktion Dieter Reifarth, Daniel Schössler
Kamera Ingo Kratisch
Schnitt Bert Schmidt, Fabio Andrade, Maren Krüger
Ton Michael Busch, Helge Haack
Musik Eike Hosenfeld

Präsentiert von:



Regionaler Langfilmwettbewerb

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