Die Tortur

Dieter Reifarth

Wieso foltern Menschen? Dieser Frage widmet sich der Frankfurter Regisseur Dieter Reifarth in Die Tortur

Entlang des gleichnamigen Essays von Schriftsteller Jean Améry zeichnet er dessen extreme Erlebnisse als NS-Gefangener in der belgischen Festung Breendonk nach. Archiv-Aufnahmen und Bilder aus dem heutigen Museum begleiten die Original-Tonaufzeichnung. In seiner philosophischen Analyse nähert sich Améry mit beeindruckender Sachlichkeit den Ursprüngen und Auswirkungen von Folter. Im Fokus der Abhandlung über Schmerz und Erlösung steht das Machtverhältnis zwischen Folternden und Gemarterten. Dieter Reifarths Film über die Fragilität des Lebens ist eine Herausforderung, der man sich nicht entziehen kann. 

Der Film ist ein Werk der Produktionsfirma strandfilm, die seit über 40 Jahren in Frankfurt beheimatet ist. Reifarth lebt ebenfalls in der Mainmetropole.

Dieter Reifarth war von 1972 bis 1985 Programmmacher und Leiter des Filmarchivs des Kommunalen Kinos im Deutschen Filmmuseum. Jean Amérys Text über die Tortur wurde im Jahr 1966 in seinem Buch „Jenseits von Schuld und Sühne“ veröffentlicht und gilt als eine der wichtigsten Auseinandersetzungen mit dem Thema. Im hohen Alter nahm sich Améry in seiner österreichischen Heimat das Leben. Die Tortur erhielt das Prädikat besonders wertvoll von der Deutschen Film- und Medienbewertung.  

08. April 2018

18:00 Uhr, Kino im Deutschen Filmmuseum

Mehr Informationen Lichter FilmfestLichter Filmfest

Regie Dieter Reifarth
Entstehungsjahr D 2017
Kategorie Regionaler Langfilmwettbewerb
Spieldauer 58 Min.
Sprache dt. OV
Produktion strandfilm GmbH
Drehbuch Jean Améry (Buchvorlage)
Schnitt Maren Krüger
Ton Helge Haack

Präsentiert von:



Deutschlandpremiere
Regionaler Langfilmwettbewerb

LFFI18_Jury
LFFI18_LICHTER Art Award_Slides ohne Rand
pfeil_simpelpfeil_simpel_obentoggle_2ein_ausfahrenfacebookflickrinstagramkalenderlupelupe_plusmarkernewsletterpfeil_linkspfeiltoggle_1playshareticket_plusticketstwitter