Was wir vom Kino noch wollen

Edgar Reitz, Lars Henrik Gass und Laura Walde  

Moderation: Sophia Gräfe

Ein Grußwort von Dr. Helmut Müller (Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main)

Bis heute hinken die Kinoeintritte in Deutschland den Nachbarländern hinterher. Ging jede*r Deutsche 2017 statistisch knapp 1,5 Mal ins Kino, taten das die Franzosen 3,1 Mal, die Briten 2,6 Mal und die Spanier 2,1 Mal.

Spricht diese Differenz für ein Potenzial für einen neuen deutschen Kinoaufbruch, für neue Leinwände, seien es Multiplexe, Boutique-Kinos mit angeschlossener Gastronomie oder selbstverwaltete Genossenschaften? Oder ist die hartnäckige Immunität der Deutschen gegenüber der Kinokultur ein Wink dafür, dass es eines größeren staatlichen Engagements bedürfte, dass das Kino als große Kunstform des 20. Jahrhunderts ähnlich wie die bildende Kunst oder das Theater „geregelt musealisiert“ (L.H. Gass) werden muss? Welche Chancen bietet eine größere staatliche Förderung, welche Risiken beinhaltet diese Abhängigkeit, besonders angesichts zunehmend volatiler, politischer Verhältnisse?

Die Frage nach dem Kino stellt sich besonders im Angesicht der Vervielfältigung und Allgegenwart audiovisueller Medien. Wie kann sich der klassische Kinofilm in dieser Vielfalt behaupten, wo kann er Allianzen bilden? Und nicht zuletzt: welche Förderung braucht es dazu: eine, die sich konsequent auf den kulturellen Aspekt konzentriert, oder eine, die die wirtschaftliche Seite des Kinofilms in einer heterogenen audiovisuellen Landschaft stützt?

Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme am Panel ist eine Akkreditierung für den Kongress Zukunft Deutscher Film erforderlich.


Sophia Gräfe ist Medien- und Kulturwissenschaftlerin und lebt in Marburg und Berlin. Neben ihrer Mitarbeit bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen war sie bereits als Assistenzkuratorin und freie Autorin für die transmediale und das Werkleitz Festival sowie für diverse Galerieprojekte und Künstlerstudios tätig. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin.



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Entstehungsjahr 2018
Kategorie Zukunft Deutscher Film
Sprache Deutsch


Zukunft Deutscher Film

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