18.04. ‐ 23.04.2023

Filmreihe Zukunft Deutscher Film

Wenn über die Zukunft des deutschen Films gesprochen wird, denkt man zumeist an junge Filmschaffende. Um ihre Filme zu zeigen und zu unterstützen, werden nicht wenige Nachwuchspreise ausgelobt. Aber wie steht es um die Zukunft des deutschen Films unabhängig vom biologischen Alter seiner Filmschaffenden?

Darum geht es bei der Filmreihe ZUKUNFT DEUTSCHER FILM. Ihre Kuration stellt den deutschen Film selbst in den Mittelpunkt! Sie will seine Chancen und Entwicklungslinien aufspüren, ihn dort bestärken, wo er sich künstlerisch am meisten zutraut, um schließlich aufzuzeigen, dass der deutsche Film in seinen gelungensten Fällen weitaus besser ist als sein Ruf.

Ort

DI, 18. Apr.Lichter FilmfestLichter Filmfest

20:15 Uhr

Bis ans Ende der Nacht

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Christoph Hochhäusler

Spielfilm, 2023

Sprache: Deutsch

Dauer: 123 min

Berlinale 2023: Silberner Bär für die beste schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle

ERÖFFNUNGSFILM

Dienstag, 18. April 2023, 20:15 Uhr, Metropolis

Robert arbeitet als verdeckter Ermittler und soll einen Frankfurter Großdealer dingfest machen. Dafür täuscht er eine Beziehung mit der Trans* Frau Leni vor, die immer komplizierter wird: Die gespielte Liebe wird durchsetzt von echten Gefühlen. Für Leni steht einiges auf dem Spiel: Scheitert die Mission, muss sie zurück ins Männergefängnis. Mit dem spannungsreichen Duo, ihrem eindrücklichen Gegenspieler und einem nostalgischen Soundtrack spielt Hochhäuslers Inszenierung auf den Tasten des Genrekinos.

MI, 19. Apr.Lichter FilmfestLichter Filmfest

20:30 Uhr

© Judith Kaufmann, Alamode Film

Das Lehrerzimmer

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: İlker Çatak

Drama, 2023

Sprache: Deutsch, Türkisch, Polnisch, Englisch mit deutschen Untertiteln

Dauer: 94 min

Berlinale 2023: Panorama Preisträger, CICAE Art Cinema Award

Mittwoch, 19. April 2023, 20:30 Uhr, Kino des DFF

Voller Engagement will Carla bei ihrer ersten Stelle am Gymnasium alles richtig machen. Ihr Idealismus wird schnell vor eine große Herausforderung gestellt: Durch eine Serie von ungeklärten Diebstählen gerät die junge Lehrerin in einen Konflikt, der sie zunehmend verzweifeln lässt. War es der deutsch-türkische Schüler aus ihrer Klasse oder ist der:die Übeltäter:in doch im Lehrerzimmer zu finden? Mit einem ausgefeilten Drehbuch und exzellenten Schauspielleistungen erzählt İlker Çatak von Alltagsrassismus, Klassismus und Mobbing an einer Schule.

22:00 Uhr

Elaha

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Milena Aboyan

Coming of Age, Drama, 2023

Sprache: Deutsch, Kurdisch mit englischen Untertiteln

Dauer: 110 min

Locarno 2022: Kaiju Cinema Diffusion Preis, Berlinale 2023

Mittwoch, 19. April 2023, 22:00 Uhr, Mal Seh'n Kino

Ehre oder Schande für die Familie? Der Film über die 22-jährige Deutsch-Kurdin Elaha erzählt eindrücklich von Familie, Erwartungen und sexueller Selbstbestimmung. Ihre Hochzeit steht bevor und die traditionsbewusste Familie erwartet, dass sie ihre Unschuld behalten hat. Die Liebe zu ihrer Familie und den Traditionen einerseits sowie das Ringen um Autonomie andererseits bringen Elaha in einen Zwiespalt. Sie muss sich fragen, was es bedeutet, eine Frau zu sein und ob ihr Körper wirklich ihr gehört.

DO, 20. Apr.Lichter FilmfestLichter Filmfest

19:30 Uhr

© Bandenfilm

The Ordinairies

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Sophie Linnenbaum

Komödie, 2022

Sprache: Deutsch

Dauer: 120 min

Förderpreis Neues Deutsches Kino, First Steps Award, u.v.m

Donnerstag, 20. April 2023, 19:30 Uhr, Kino des DFF

Die Welt ist aufgeteilt in Haupt- und Nebenrollen und Menschen mit Filmfehlern werden verfolgt und ausgegrenzt. Die 16-jährige Paula bekommt die Chance, von einer einfachen Nebenfigur zu einer Hauptfigur befördert zu werden. Die entscheidende Prüfung steht kurz bevor. Das Problem ist nur: Ihr gelingt es nicht, eine eindringliche Filmmusik zu komponieren, die Grundbedingung für Hauptfiguren ist. Paula begibt sich auf die Suche nach einer Lösung und stößt dabei auf die geächteten Outtakes, mit denen sie mehr verbindet, als sie geahnt hat.

22:00 Uhr

Knochen und Namen

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Fabian Stumm

Spielfilm, 2023

Sprache: Deutsch

Dauer: 104 min

Heiner-Carow-Preis 2023

HESSENPREMIERE

Donnerstag, 20. April 2023, 22:00 Uhr, Mal Seh'n Kino

Auf der Berlinale wurde Knochen und Namen, das queere Langfilmdebüt von Fabian Stumm, mit stehenden Ovationen gefeiert. Der Film über ein sich entzweiendes Künstlerpaar ist eine sensible und humorvolle Reflexion über die kleinen und großen Dissonanzen in Familien, Freund:innen- und Partnerschaften. Ganz ohne Förderung entstanden, zelebriert der Film die Schauspielkunst – klug, lustvoll und wunderbar unterhaltsam.

FR, 21. Apr.Lichter FilmfestLichter Filmfest

20:30 Uhr

Sieben Winter in Teheran

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Steffi Niederzoll

Dokumentarfilm, 2023

Sprache: Farsi mit deutschen und englischen Untertiteln

Dauer: 97 min

Berlinale 2023: Kompass-Perspektive-Preis und Friedensfilmpreis

HESSENPREMIERE

Freitag, 21. April 2023, 20:30 Uhr, Kino des DFF

Das Urteil lautet Blutrache: Im Alter von 19 Jahren wird Reyhaneh Jabbari zum Tode verurteilt. In einem Akt der Selbstverteidigung ersticht sie während eines Vergewaltigungsversuchs den Täter. Steffi Niederzolls Dokumentarfilm rekonstruiert die Geschichte der Studentin anhand von Briefen und Tagebucheinträgen, die sie im Gefängnis verfasste. Gemeinsam mit ihrer Mutter und einer beeindruckenden Entschlossenheit kämpft Reyhaneh für die Rechte der Frauen im Iran und gegen die juristische Willkür.

SA, 22. Apr.Lichter FilmfestLichter Filmfest

14:00 Uhr

Jeder schreibt für sich allein

Programmreihe: Zukunft Deutscher Film

Regie: Dominik Graf

Dokumentarfilm, 2023

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln

Dauer: 167 min

Woche der Kritik 2023

HESSENPREMIERE

Samstag, 22. April 2023, 14:00 Uhr, Kino des DFF

Wie sicher kann ein Mensch sich selbst sein? Das ist die Leitfrage von Dominik Grafs neuem Dokumentarfilm-Essay. Angelehnt an Anatol Regniers gleichnamiges Buch interessiert sich dieser Film für Künstlerschicksale und für die unmittelbare Wirklichkeit in der Nazizeit. Wie hat es sich angefühlt, in einer Diktatur zu leben?