Zukunft Deutscher Film - Fortführung der Frankfurter Positionen beim LICHTER Filmfest

Ein Jahr ist es her, dass die „Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films“ entstanden – und noch immer wirbeln sie Staub auf.

Im Kern steht der Wunsch, Raum für ein „Kino der Kunstfreiheit“ zu schaffen, also die Förderung stärker nach künstlerischen Kriterien auszurichten, durch eine Trennung des Koproduktionsmodells mit dem Fernsehen den Kinofilm zu stärken, die Distribution an die Realitäten der digitalen Gegenwart anzupassen und dem Kino einen größeren Raum in der Bildung einzuräumen.

Mit dem 12. LICHTER Filmfest im März 2019 tritt das Projekt gleichsam in die nächste Phase. Es geht um konkrete Schritte, um Veränderungen herbeizuführen. Unter der kurzen Bezeichnung „Zukunft Deutscher Film“ wird eine Plattform die wesentlichen inhaltlichen Punkte zusammenfassen und verschiedene Akteure zusammenbringen.

Am 29. März findet in Frankfurt ein Tag mit Gesprächen mit Vertreter*innen aus Branche, Politik und weiteren spannenden Gesprächspartner*innen statt, der Anstöße geben wird. Dazu gibt es ein Programm mit spannenden deutschen Filmen.

Los geht es um 12:30 Uhr mit einer Agora.

Hier geht es in einem offenen Gesprächsformat darum, wie Veränderungen umgesetzt werden können. Wir reden mit Politiker*innen, Kenner*innen der Kulturpolitik, Vertreter*innen von Verbänden und Initiativen und Menschen, die in der Vergangenheit schon Dinge in Bewegung gesetzt haben.

Um 15:30/16:00 Uhr haben die Regisseur*innen das Wort, die bei LICHTER ihre Filme vorstellen. Wir wollen aus erster Hand über Erfahrungen bei der Finanzierung und Produktion hören: wo liegen Hürden, was ist möglich unter den gegebenen Umständen und wo liegen die Grenzen. Vor allem aber wollen wir auch hören, wie Regisseur*innen in die Debatte um Reformen einbringen können.

Den Abschluss des Abends bildet um 18.00 Uhr eine Resümeerunde, aus der konkrete Handlungsschritte hervorgehen sollen.

Die Teilnahme ist offen und kostenlos, Anmeldung unter zukunft@lichter-filmfest.de.


Rückblick - was bisher geschah

Im April 2018 kamen beim 11. LICHTER Filmfest in Frankfurt etwa 100 Filmschaffende zusammen: Regisseur*innen, Produzent*innen, Kino- und Festivalmacher*innen, Förder*innen, Senderverantwortliche, Schauspieler*innen und Kritiker*innen. Angetrieben vom Glauben an das Kino, diskutierten sie miteinander und erarbeiteten ein Konzept, wie grundlegende Neuerungen in Förderung und Finanzierung, Ausbildung und Filmbildung, Vertrieb und Kinokultur zu einer Belebung des deutschen Films beitragen könnten. Daraus entstanden die Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films.


Der von Edgar Reitz angeregte Kongress wurde von einem großen Enthusiasmus getragen, einem allseitigen Wunsch nach Veränderung. Dieser Impuls trug sich in den Folgemonaten fort: Das Papier wurde auf Veranstaltungen bei den Filmfestivals in München, Hof und Saarbrücken weiter diskutiert. Bei der Berlinale blieben die Thesen präsent: bei einer Gesprächsrunde zur Filmförderung in der Akademie der Künste und vor allem bei einem gemeinsam mit Pro Quote Film, dem Bundesverband Regie und Crew United ausgerichteten Panel. Anlässlich der Veranstaltung „Filmförderung zukunftsfähig machen“ fasste die Flugschrift „Abschied von gestern“ die Frankfurter Positionen und weitere filmpolitische Beiträge zusammen.

Die Arbeit für Reformen am Filmsystem geht weiter. Ein Bündnis verschiedener filmpolitischer Initiativen bildet sich. Und beim LICHTER Filmfest Ende März beraten wir über die nächsten konkreten Handlungsschritte und suchen das Gespräch mit politisch Verantwortlichen. Treffpunkt: 29. März.

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