Rückblick - was bisher geschah

Im April 2018 kamen beim 11. LICHTER Filmfest in Frankfurt etwa 100 Filmschaffende zusammen: Regisseur*innen, Produzent*innen, Kino- und Festivalmacher*innen, Förder*innen, Senderverantwortliche, Schauspieler*innen und Kritiker*innen. Angetrieben vom Glauben an das Kino, diskutierten sie miteinander und erarbeiteten ein Konzept, wie grundlegende Neuerungen in Förderung und Finanzierung, Ausbildung und Filmbildung, Vertrieb und Kinokultur zu einer Belebung des deutschen Films beitragen könnten. Daraus entstanden die Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films.


Der von Edgar Reitz angeregte Kongress wurde von einem großen Enthusiasmus getragen, einem allseitigen Wunsch nach Veränderung. Dieser Impuls trug sich in den Folgemonaten fort: Das Papier wurde auf Veranstaltungen bei den Filmfestivals in München, Hof und Saarbrücken weiter diskutiert. Bei der Berlinale blieben die Thesen präsent: bei einer Gesprächsrunde zur Filmförderung in der Akademie der Künste und vor allem bei einem gemeinsam mit Pro Quote Film, dem Bundesverband Regie und Crew United ausgerichteten Panel. Anlässlich der Veranstaltung „Filmförderung zukunftsfähig machen“ fasste die Flugschrift „Abschied von gestern“ die Frankfurter Positionen und weitere filmpolitische Beiträge zusammen.

Die Flugschrift zur Veranstaltung bei der Berlinale zum Download



Begleitprogramm Zukunft Deutscher Film 2019 - Fortführung der Frankfurter Positionen 

Ein Jahr nachdem die „Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films“ entstanden, sorgten sie noch immer für Diskussionsbedarf. Im Kern steht der Wunsch, Raum für ein „Kino der Kunstfreiheit“ zu schaffen, also die Förderung stärker nach künstlerischen Kriterien auszurichten, durch eine Trennung des Koproduktionsmodells mit dem Fernsehen den Kinofilm zu stärken, die Distribution an die Realitäten der digitalen Gegenwart anzupassen und dem Kino einen größeren Raum in der Bildung einzuräumen.

Mit dem 12. LICHTER Filmfest traten die Frankfurter Positionen in die nächste Phase. Am 28. und 29. März 2019 ging es um konkrete Schritte, den Film stärker nach künstlerischen Kriterien auszurichten. 

Unter dem Titel Der Kultur-Faktor - Festivals und Institutionen im Spannungsfeld von wirtschaftlichem Druck und künstlerischer Ambition diskutierten Thorsten Schaumann (Künstlerischer Leiter Internationale Hofer Filmtage), Matthias Wagner K (Direktor des Museums Angewandte Kunst in Frankfurt am Main), Mareike Uhl (Tanzplattform Rhein Main / Mousonturm) und weitere Gäste mit Moderator Dieter Brockmeyer (Journalist und Beauftragter für Medien und Innovation Diplomatic World) über Identität und Existenz deutscher Kultur-Festivals. 

Am Festivalfreitag fand ein Gesprächstag mit Vertreter*innen aus Branche, Politik und weiteren Gästen statt. In einem offenen Gesprächsformat diskutierten Svenja Böttger (Leiterin Filmfestival Max-Ophüls-Preis) Rüdiger Suchsland (Filmjournalist & -kritiker), Cornelia Grünberg (Pro Quote / BVR), Tobias Lindemann (Hauptverband Cinephilie), Oliver Zenglein (Crew United), Martin Rabanus (Kulturpolitischer Sprecher SPD) und Hartmut Ebbing (Kulturpolitischer Sprecher FDP). 

Die Regisseur*innen Susanne Heinrich (Das melancholische Mädchen), Max Linz (Weitermachen Sanssouci) und Max Gleschinski (Kahlschlag) erzählten im Anschluss aus erster Hand über Erfahrungen bei der Finanzierung und Produktion ihrer neuesten Filme.

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