22.04. ‐ 27.04.2025

Internationales Kurzfilmprogramm 2024

International Shorts: Future

DO 20. APRIL I MAL SEH’N KINO I 21:30 UHR I DAUER: CA. 94 MIN

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In der Zukunft wird es vor allem darum gehen, die Vergangenheit zu reparieren, und auf dem Weg dahin wird es einige überraschende Wendungen geben. In diesem Screening werden verschiedene Werke vorgestellt, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen und gleichzeitig versuchen, sich die Zukunft vorzustellen.

Eternit

Eternit / D / 2023 / 25 Min. OmeU, Regie: Richard Dmitri Hees

Wie kam Asbest in unsere Welt? Eternit untersucht die Rolle des modernistischen Architekten Paul Baumgarten beim Vertrieb von Asbestprodukten in Nachkriegsdeutschland. Wie ein Detektiv geht der Erzähler mit seinem Camcorder ins Archiv, besucht eine mit Asbest gefüllte Villa und sucht nach abgerissenen Fabriken. Kreuz und quer durch Berlin zeichnet der Dokumentarfilm die Geschichte der Asbest-Technologie nach.


Preoperational Model

Preoperational Model / NL / 2024 / 13 Min. Eng., Regie: Philip Ullman

Prinzessin Sophie und ihre Zofe Jessica bereiten sich auf den neuen Tag bei Hofe vor. Sophies Hadern mit ihrem zukünftigen Dasein als Königin stellt Hierarchien, Rollenzuweisungen und Zeitebenen auf den Kopf. Eine Entmachtungsgeschichte aus Perspektive der Mächtigen: Philip Ullman hinterfragt in seinem kryptischen Kurzfilm mit süßlichen Schreckensszenarien die Reflexe von Ekel und Ablehnung.

For Here Am I Sitting in a Tin Can Far Above the World

For Here Am I Sitting in a Tin Can Far Above the World / F / 2024 / 18 Min. Eng., Regie: Gala Hernández López

Eine Frau träumt von einer zukünftigen Wirtschaftskrise, die vor allem eine Krise des Kryptowährungsmarktes ist. In dieser Welt haben sich Tausende kryogenisieren lassen und warten auf bessere Zeiten. Unberechenbarkeit und Unsicherheit sind Teil des ganzen Spiels. Die raffinierte Splitscreen-Collage untersucht die Verbindungen zwischen zwei Zukunftstechnologien und greift dafür auf YouTube-Videos, Archivbilder und 3D-Animationen zurück.


grandmamauntsistercat

grandmamauntsistercat / NL / PL 2023 / 23 Min. OmeU, Regie: Zuza Banasińska

In grandmamauntsistercat wird die klassische slawische Hexenfigur Baba Jaga als „prähistorische Göttin aus der Zeit des Matriarchats" unter Verwendung von gefundenem Filmmaterial aus dem Archiv des Polish Educational Film Studio neu interpretiert. Die kluge Verwendung des Filmmaterials regt zu vielschichtigen Reflexionen über Verwandtschaft und Identität an, angeleitet von einem Kind, das sich mit binären Geschlechterrollen auseinandersetzt.


Crazy Lotus

Crazy Lotus / Thailand / 2024 / 15 Min. OmeU, Regie: Naween Noppakun

Eine neue Erfindung führt zu mysteriösen Ereignissen: Die Distant-Heart-Brille bietet den Menschen eine ebenso verlockende wie beängstigende Flucht aus der Realität in eine Welt, in der die Grenzen zwischen unseren städtischen Räumen und unserer digitalen Umgebung immer mehr verschwimmen.


Internationales Kurzfilmprogramm

DO 18. APRIL I MAL SEH’N KINO I 22:00 UHR I DAUER: CA. 87 MIN

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Gesichter, Landschaften, Städte – Worte, Gesten, Gespräche: Wenn sie zu Bildern werden, können wir sie neu betrachten, interpretieren, ins Verhältnis setzen. Die Kurzfilme dieses Programms bieten dazu die Gelegenheit, indem sie unerwartete, irritierende, lustige Momente schaffen, die uns auffordern, sie weiterzudenken und zu befragen.

ET SI LE SOLEIL PLONGEAIT DANS L’OCÉAN DE NUES

Eine Baustelle am Strand von Beirut – Dinge scheinen den normalen Gang zu gehen. Doch nichts ist, wie es scheint. Die Versprechen, die sich mit dem Bauprojekt verbinden, erweisen sich mit jeder Begegnung an diesem Nicht-Ort als große Illusion. So entsteht eine bittere Parabel über ein Land, das jede Zuversicht aufgegeben zu haben scheint.

Frankreich/Libanon 2023, OmeU (Arabisch), Regie: Wissam Charaf, Dauer: 20 Min.

LOREM IPSUM

Drei Bewegungen, zwei Menschen, eine Maske: Ein feministischer Essay, der mit Mitteln einer historischen Stummfilmästhetik danach fragt, welche Rollen wir spielen, welchen Bildern wir nachstellen und welche wir selbst produzieren.

Nigeria 2023, Ohne Dialog, Regie: Nosazemen Agbontaen, Rete Poki, Dauer: 8 Min.

UNDR

Kaum ein Landstrich auf der Welt ist von der Geschichte und ihren gegenläufigen Interpretationen so durchdrungen wie das Gebiet zwischen dem Mittelmeer und dem Jordanfluss. In einer Montage historischer Aufnahmen, meist aus der Luft, scheinen die Widersprüche auf, die aus der Aneignung, Überwachung und Transformation dieses Landes entstehen.

Palästina 2024, Ohne Dialog, Regie: Kamal Aljafari, Dauer: 15 Min.

CIVID

Ein junger Mann kehrt nach Los Angeles zurück. Er fährt mit dem Auto durch die Stadt, holt alte Freunde ab, fährt mit ihnen scheinbar ziellos durch die urbane Landschaft. Aus den Gesprächen erschließen sich Fragmente eines Lebens, von denen nicht klar wird, ob sie ein Ganzes ergeben können oder nicht, die aber jedes für sich einen Aspekt menschlicher Beziehungen erhellt.

USA 2022, OmeU (Englisch), Regie: Dwayne LeBlanc, Dauer: 19 Min.

JE VEUX DÉGUSTER

Dass Antonin sich an den Regeln des zivilen Betragens in der Gesellschaft stößt, wäre noch eine Untertreibung: Sein Verhalten rangiert zwischen subversivem Blödsinn und handfester Gewalt, und Regisseur, und Hauptdarsteller Léo-Antonin Lutinier spielt mit der Ambivalenz dieses Verhaltens, der sich der Protagonist im Laufe des Films stellen muss.

Preisträger unserer Partner vom Festival de Contis.

Frankreich 2022, OmeU (Französisch), Regie: Léo-Antonin Lutinier, Dauer: 25 Min.

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