3. LICHTER VR Storytelling Award // Gewinner und Finalist*innen 2019

Der 3. LICHTER VR Storytelling Award ging in diesem Jahr an The Real Thing von Benoit Felici. Bereits zum zweiten Mal präsentierte das Festival speziell für VR-Brillen entwickelte 360-Grad-Filme in dem international ausgeschriebenen Wettbewerb. Die fünf Finalist*innen wurden von einer Jury bestehend aus VR-Regisseurin Ricarda Saleh, Kai Beck (ZDF digital) und Philip Weiss (metricminds) aus über 90 Einreichungen ausgewählt. Die VR-Screenings wurden in Zusammenarbeit mit Pico Interactive und VRCM durchgeführt. 

Nachdem vor einigen Jahren mit dem Erscheinen der ersten, für ein breites Publikum verfügbaren VR-Brillen ein regelrechter Hype ausgebrochen war, ist es ein wenig stiller geworden um das Thema Virtual Reality. Die Branche befindet sich im Dornröschenschlaf. Keineswegs zur Ruhe gekommen ist dabei aber die Produktion von 360° Videos. In diesem Jahr waren für den 3. LICHTER VR Storytelling Award über 90 Einreichungen eingegangen. Ein Rekord!

Aus dieser Flut an Filmen die fünf Besten auszuwählen war für unsere Jury keine leichte Aufgabe, aber es hat sich gelohnt!

Im Konzept ist sich LICHTER treu geblieben: Angelehnt an eine klassische Filmvorführung, präsentierten die Festivalmacher die fünf besten Filme aus unserem Wettbewerb im Synced Cinema Format. Alle Besucher*innen wurden mit eigenen VR-Headsets ausgestattet, auf denen die Filme gleichzeitig laufen, sodass das Programm gemeinsam genossen werden kann. Fast wie in einer normalen Kinovorstellung. Aber eben nur fast!

Mit freundlicher Unterstützung durch

Pico Logo
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Die fünf Finalist*innen 2019

Berlin Terror – Die ersten Helfer vom Breitscheidplatz

Regie: Astrid Schult, Jürgen Brügger, Jörg Haaßengier 

(D 2018 //dt. OV // Dauer: 10 Min.)

12 Tote und 56 Verletzte. Die traurige Bilanz des schwersten, islamistisch motivierten Terroranschlags in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie macht man einen Film darüber – und dann auch noch im so außergewöhnlich exponierenden Medium VR? Berlin Terror beschäftigt sich mit den Erzählungen der Ersthelfer*innen, stellt die Ereignisse nur in skizzenhaften Nachzeichnungen dar, belehrt nicht und deutet nicht, sondern zeigt und macht erfahrbar, was sich an jenem Tag im Dezember 2016 zutrug. Ein beeindruckender Film, der sich der Mittel des 360° Films souverän bedient, ohne den Respekt vor den Opfern zu verlieren.



Conscious Existence

Regie: Marc Zimmermann

(D 2018 // engl. OV // Dauer: 12 Min.

Ein Feuerwerk aus Farben und Formen, Klängen und Musik generiert einen Bilderrausch, der vor allem eines feiern soll: die unendlichen Möglichkeiten eines entfesselten Geistes, das Geschenk des menschlichen Selbstbewusstseins. Mit großem Aufwand und technischer, sowie künstlerischer Finesse werden hier Bildwelten geschaffen, die noch lange im Gedächtnis nachhängen. Eine VR-Erfahrung, die nur im 360°-Raum ihre volle Wirkung entfalten kann und einlädt den Blick schweifen und den eigenen Gedanken, Gefühlen und Assoziationen freien Lauf zu lassen.


Eyes in the Red Wind

Regie: Sngmoo Lee

(KOR 2018 // OmeU // Dauer: 12 Min.)

Eyes in the Red Wind verbindet mystische Rituale und Traditionen mit verbitterter Enttäuschung und Wut einer dysfunktionalen Familie. Die Inszenierung in einer Kameraeinstellung und das liebevoll erarbeitete Set Design fügen sich zu einem originellen 360°-Erlebnis zusammen. Dem südkoreanischen Regisseur Sngmoo Lee gelingt es, eine beeindruckende Atmosphäre zu schaffen und eine experimentelle Idee mit einem Genrefilm in 360° zu verknüpfen.


Pneumo Hacker

Regie: Kuan Yuan Lai

(TWN 2018 // OmeU // Dauer: 11 Min.)

In einer düsteren, nicht allzu fernen Zukunft wird die Menschheit durch einen Computervirus bedroht. Aber nicht ihre Technologie, sondern die Menschen selber sind das Ziel. Nur die Pneumo Hacker können den Kampf gegen die unsichtbare Bedrohung aufnehmen. In liebevoll trashig gestalteten Sets ereignet sich ein bizarres Spektakel, das an die VHS-Ästhetik der 1980er Jahre erinnert. Mit viel Mut und Erfindungsreichtum gelingt den Machern ein skurriler Science-Fiction-Trip.


The Real Thing

Regie: Benoit Felici

(F 2018 // OmeU // Dauer: 16 Min.)

The Real Thing ist ein Dokumentarfilm über eine Stadt, die vermutlich niemand kennt und die dennoch sehr vertraut sein dürfte. Mehr sollte man am besten nicht verraten: Außer, dass der Film auch ohne den Einsatz von VR schon eine Sensation wäre. Dass hier aber die Möglichkeiten des 360°-Mediums in dramaturgischer und technischer Hinsicht meisterhaft genutzt werden, macht diese Stadtrundfahrt der anderen Art zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Preisverleihung

Sonntag, 31. März // NAXOSHALLE // Beginn 19 Uhr


VR Screenings

Ort: Naxoshalle

(Dauer der Screenings: 60 Minuten. Vor den Screenings findet jeweils eine kurze Einführung statt)

Mittwoch, 27. März // 19 + 21 Uhr

Donnerstag 28. März // 19 + 21 Uhr

Freitag 29. März // 19 + 21 Uhr

Samstag 30.März // 14 + 16 + 19 + 21 Uhr

Sonntag, 31. März // 14 + 16 Uhr

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